Noch nicht beantwortet
AfD fragt nach Beschaffung von Laserwaffen für Deutsche Marine
Hintergrund
Rheinmetall und MBDA Deutschland entwickelten gemeinsam den HoWiSM-Laserwaffendemonstrator für die Deutsche Marine. Das System wurde von Juni 2022 bis September 2023 erfolgreich auf der Fregatte Sachsen getestet, wobei nach Unternehmensangaben alle notwendigen Fähigkeiten nachgewiesen wurden. Trotz der positiven Testergebnisse folgte bisher keine strukturierte Beschaffung.
Die AfD-Fraktion stellt in ihrer Kleinen Anfrage vom 31. März 2026 (BT-Drs. 21/5110) Fragen zur Beschaffung von Laserwaffen für die Deutsche Marine. Im Zentrum steht die Frage, warum trotz erfolgreicher Tests kein strukturierter Beschaffungsprozess gefolgt ist.
Erfolgreiche Tests ohne Konsequenzen
Die Unternehmen Rheinmetall und MBDA Deutschland haben gemeinsam den sogenannten HoWiSM-Laserwaffendemonstrator entwickelt. Von Juni 2022 bis September 2023 wurde dieses System auf der Fregatte Sachsen (F 219) erprobt. Die Tests sind nach Unternehmensangaben erfolgreich verlaufen. Alle notwendigen Fähigkeiten wurden nachgewiesen.
Die AfD fragt nach den Gründen, warum die Marine trotz erfolgreicher Laserwaffen-Tests keine Beschaffung eingeleitet hat.
Thomas Ladzinski, Andreas Paul, Mirco Hanker und Sven Wendorf fragten in acht Punkten nach den Gründen für die fehlende Fortsetzung. Es handelt sich möglicherweise um eine notwendige Fähigkeitslücke. Dies ist bemerkenswert, da erfolgreiche Demonstratoren normalerweise in die nächste Entwicklungsphase überführt werden.
Nachfragen zur Beschaffungsstrategie
Ob seit September 2023 eine Marktsichtung oder Marktanalyse erfolgt ist, wollten die AfD-Abgeordneten wissen. Der Stand zur Wirtschaftlichkeitsuntersuchung interessiert sie ebenfalls. Hintergrund ist, dass ohne solche Analysen keine strukturierte Beschaffung eingeleitet werden kann. Außerdem fragten sie, ob die Beschaffung nach dem Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz vorgesehen ist. Die Anfrage thematisiert mögliche Defizite bei der Rüstungsbeschaffung, ähnlich wie bei anderen Beschaffungsprojekten der Bundesregierung.
Die Antwort der Bundesregierung wird zeigen, ob Versäumnisse bei der Laserwaffen-Beschaffung vorliegen. Alternativ können andere strategische Überlegungen eine Rolle spielen.
Betroffen sind die Deutsche Marine, die Rüstungsunternehmen Rheinmetall und MBDA Deutschland sowie das Verteidigungsministerium. Indirekt betrifft dies alle Steuerzahler, da es um Ausgaben für Wehrtechnik geht.
Die Bundesregierung muss die acht Fragen der AfD-Fraktion beantworten. Die Antwort wird Aufschluss über die weitere Beschaffungsplanung und mögliche Gründe für die Verzögerung geben.
- HoWiSM
- Steht für Hochpräzise und skalierbare Wirkung gegen agile/signaturarme Ziele im Nah- und Nächstbereich schwimmender Systemträger der Marine
- Laserwaffendemonstrator
- Ein Testsystem, das die Machbarkeit und Wirksamkeit von Laserwaffen unter realen Bedingungen beweisen soll























































