Antwort veröffentlicht
- 35 Milliarden Euro für Weltraumaufrüstung geplant
- Viele Antworten bleiben Verschlusssache
- Weltraumkommando-Personal mehr als verdoppelt
Weltraumsicherheit: Regierung verschweigt 35-Mrd-Aufruestungsplan
Hintergrund
Die Weltraumsicherheitsstrategie wurde im November 2025 als Reaktion auf die verschlechterte Sicherheitslage durch Russland veröffentlicht. Sie sieht den Aufbau militärischer Weltraumkapazitäten vor, einschließlich hypersonischer Flugsysteme. Die Linke kritisiert die Strategie als Beitrag zur Militarisierung des Weltraums und bemängelt fehlende Transparenz bei Zielsetzungen und Finanzierung.
Die Bundesregierung nimmt die Vorbemerkung der Fragesteller zur Kenntnis. Sie stimmt weder den darin enthaltenen Wertungen zu, noch bestätigt sie die darin enthaltenen Feststellungen oder dargestellten Sachverhalte.
— Vorbemerkung der Bundesregierung BT-Drs. 21/5934
Die Bundesregierung hat am 13. Mai 2026 ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken zur Weltraumsicherheitsstrategie veröffentlicht (BT-Drs. 21/5934). Details zu dem geplanten 35-Milliarden-Euro-Programm im Weltraum bleiben als Verschlusssache eingestuft.
Die Fraktion Die Linke hatte Fragen zu der im November 2025 veröffentlichten Strategie gestellt. Diese sieht militärische Einsätze im Weltraum vor. Federführend sind das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium, während fünf weitere Ministerien beteiligt sind.
Personalaufwuchs beim Weltraumkommando
Bemerkenswert ist die personelle Entwicklung. Die Personalstärke des Weltraumkommandos hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Seit 2024 sind 27 Soldatinnen und Soldaten für den neuen Werdegang „Weltraum“ eingestellt worden, heißt es in der Antwort. Das Personal kommt aus Bereichen wie dem Fliegerischen Dienst und der Informationstechnik.
Die Bundesregierung plant ein 35-Milliarden-Euro-Programm im Weltraum und hält Details vor dem Parlament als Verschlusssache zurück.
Eingestufte Informationen
Bei Fragen zu hypersonischen Flugsystemen, NATO-Kooperationen und Einsatzdoktrinen verweist die Regierung auf als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestufte Anlagen. Diese Informationen könnten laut Regierung „schwerwiegende Nachteile für die Verteidigungsfähigkeit“ mit sich bringen. Ähnliche Einstufungen zeigten sich bereits bei der AfD-Anfrage zu Bundeswehr-Standorten.
Die Linke bezeichnet die Strategie als Beitrag zur Militarisierung des Weltraums. Sie fordert mehr Transparenz. Die Bundesregierung weist diese Einschätzung zurück und bezeichnet die Maßnahmen als notwendige Reaktion auf die „verschlechterte Sicherheitslage durch die wachsende Bedrohung durch Russland“.
Internationale Zusammenarbeit
Deutschland beteiligt sich an der US-geführten Operation Olympic Defender. Zudem plant man den Aufbau eines European Space Component Commands. Hintergrund ist die verstärkte internationale Vernetzung im Weltraumbereich. Details dazu bleiben ebenfalls als Verschlusssache eingestuft. Die sicherheitspolitische Dimension wird auch in anderen parlamentarischen Anfragen deutlich.
Weiterlesen: Mehr zu Sicherheitsfragen finden Sie in den Berichten über Antisemitismus-Bekämpfung und Deepfake-Abwehr.
Betroffen sind vor allem das Weltraumkommando der Bundeswehr, das personell ausgebaut wird, sowie Steuerzahler durch die geplanten 35-Milliarden-Investitionen. Auch die internationale Zusammenarbeit mit NATO-Partnern wird intensiviert.
Die Bundesregierung weicht bei vielen brisanten Fragen aus und verweist auf Verschlusssachen. Konkrete Angaben zu Kosten, Zeitplänen und militärischen Kapazitäten bleiben größtenteils geheim.
Die strategischen Leitlinien zur Operationalisierung der Weltraumsicherheitsstrategie befinden sich noch in der Erstellung. Der Aufbau einer Weltraumakademie und des European Space Component Commands ist in der Konzeptionsphase.
- Weltraumkommando
- Militärische Einheit der Bundeswehr für Operationen im Weltraum, deren Personalstärke sich seit 2021 mehr als verdoppelt hat.
- Hypersonische Flugsysteme
- Extrem schnelle Flugkörper, die als Teil der Weltraumsicherheitsstrategie entwickelt werden sollen.
Was ist die Weltraumsicherheitsstrategie?
Eine im November 2025 veröffentlichte Strategie der Bundesregierung, die militärische Einsätze im Weltraum vorsieht und bis Mitte der 2030er Jahre 35 Milliarden Euro kosten soll.
Welche Ministerien sind beteiligt?
Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium sind federführend. Beteiligt sind auch Innen-, Wirtschafts-, Forschungs- und Verkehrsministerium.























































