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    Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8055

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    Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8058

    Seehafenfinanzierung: 38 Mio. Euro Bundeshilfe bleibt unverändert

    Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8211

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    Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8059

    Sudan-Konferenz 2026: 1,5 Mrd. Euro zugesagt, kein Waffenstillstand

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    Jenische kämpfen um Anerkennung als nationale Minderheit

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    Russlands Kulturhaus in Berlin: Rechtliche Schließungsfragen

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    Illustration: Bundestagsdrucksache

    Begriff erklärt: Haushaltskonsolidierungssicherungsgesetz

    Finanzausgleich zwischen Bund Ländern und Kommunen

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    Begriff erklärt: Stellvertreterantrag

    Begriff erklärt: Bundeshaushaltsnotlageklausel

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    Illustration: Bundestagsdrucksache

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Home Themen Außenpolitik & Verteidigung

Sudan-Konferenz 2026: 1,5 Mrd. Euro zugesagt, kein Waffenstillstand

durch Redaktion Bundestag
29. September 2026
in Außenpolitik & Verteidigung
0
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8059

KI-generiertes Titelbild zur Bundestagsdrucksache 21/8059

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VerfahrensstandAntwort
Anfrage vollständig beantwortet
✓
Anfrage eingereicht
Die parlamentarische Anfrage wurde eingereicht.
2
Antwort veröffentlicht
Die Bundesregierung hat schriftlich geantwortet.
Vorgang VO338302 →

📄 Quelle: Deutscher Bundestag / DIP — BT-Drs. 21/8059 | Antwort | Original-PDF | dip.bundestag.de

Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/8059 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

⏱ 7 Min. Lesezeit
⚡ Auf einen Blick
  • 1,485 Mrd. Euro humanitäre Hilfe auf Sudan-Konferenz Berlin zugesagt
  • Deutschland trägt 232,8 Mio. Euro bei, finanziert bis 2028
  • EU-Sanktionen gegen Sudan-Goldhandel am 13. Juli 2026 in Kraft

Hintergrund

Der Krieg im Sudan zwischen den Sudanese Armed Forces (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) begann im April 2023 und hat nach Angaben von Hilfsorganisationen eine der größten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Millionen Menschen sind auf der Flucht oder von Hunger bedroht. Deutschland richtete am 15. April 2026 gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, den USA, der Afrikanischen Union und der EU die dritte internationale Sudan-Konferenz in Berlin aus. Die Fraktion Die Linke stellte mit Drucksache 21/7583 eine Kleine Anfrage zu Ergebnissen und Konsequenzen aus dieser Konferenz, die das Auswärtige Amt am 18. September 2026 beantwortete.

📊 Zahlen auf einen Blick
  • 1.485.447.512 Euro — Gesamtsumme der auf der Sudan-Konferenz Berlin 2026 zugesagten humanitären Mittel von rund 30 Gebern.
  • 232,8 Mio. Euro — Deutschlands Gesamtzusage, davon 212 Mio. Euro aus dem Auswärtigen Amt und 20 Mio. Euro aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
  • 21,5 Mio. Euro — Deutschlands Anteil für VN-verwaltete humanitäre Länderfonds (CBPF) in der Krisenregion für 2026 bis 2028, davon 15 Mio. Euro direkt für Sudan.
  • 38 — Anzahl der sudanesischen und internationalen NGOs sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen, die an der Sudan-Konferenz in Berlin teilnahmen.
  • 2026–2028 — Laufzeit der deutschen Fördermittel für Sudan und die betroffenen Nachbarländer.

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Infografik BT-Drs. 21/8059
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Im Detail

„Wir sagen heute zu, dass wir unsere gemeinsamen Bemühungen mit dem Ziel, den Konflikt im Sudan nicht zu einer vergessenen Krise werden zu lassen, beharrlich fortsetzen werden, und wir rufen alle unsere Partner auf, ihre Anstrengungen zur Beendigung des Konflikts zu verstärken.“

— Gemeinsames Kommuniqué der Gastgeber der Sudan-Konferenz, zitiert in BT-Drs. 21/8059

Mehr als drei Jahre nach Beginn des sudanesischen Bürgerkriegs hat die internationale Gemeinschaft auf der Sudan-Konferenz 2026 in Berlin rund 1,485 Milliarden Euro an humanitären Mitteln zugesagt. Deutschland trägt mit 232,8 Millionen Euro den zweitgrößten nationalen Anteil. Trotz der beachtlichen Summen ist die humanitäre Lage im Sudan weiterhin dramatisch — ein Waffenstillstand oder politische Lösung des Konflikts bleibt aus.

Sudan-Konferenz 2026: Was wurde erreicht?

Am 15. April 2026 richteten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die USA, die Afrikanische Union und die EU die dritte internationale Sudan-Konferenz in Berlin aus. Laut Bundesregierung diente sie der Mobilisierung humanitärer Unterstützung, der Suche nach Wegen zu einem Waffenstillstand sowie der Förderung des Friedensprozesses. Die beiden unmittelbar am Krieg beteiligten Parteien — die Rapid Support Forces (RSF) und die Sudanese Armed Forces (SAF) — nahmen an der Konferenz allerdings nicht teil. Über 40 zivile Vertreterinnen und Vertreter verschiedener politischer Blöcke und gesellschaftlicher Gruppen verabschiedeten in Berlin erstmals einen gemeinsamen Aufruf zum Ende des Krieges. Im Nachgang einigten sich mehr als 20 Staaten und Institutionen auf die sogenannten Berliner Prinzipien für Sudan, die Grundsätze für friedliche Konfliktlösung, den Schutz von Zivilisten und das Ende externer Unterstützung für Kriegsparteien festlegen.

Wer zahlt wie viel?

Die Gesamtzusagen der Sudan-Konferenz 2026 belaufen sich auf exakt 1.485.447.512 Euro. Die größten Beiträge leisteten die Europäische Union mit 360,8 Millionen Euro, Deutschland mit 232,8 Millionen Euro, die African Development Bank mit 206 Millionen Euro, Großbritannien mit 167,9 Millionen Euro und Saudi-Arabien mit 123,25 Millionen Euro. Deutschlands Mittel stammen zu 212 Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt (Einzelplan 0501, Titel 68 732) und zu 20 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Förderung ist für den Zeitraum 2026 bis 2028 geplant. Von den 212 Millionen Euro des Auswärtigen Amts waren zum Antwortdatum bereits 174,85 Millionen Euro auf einzelne Länder zugeteilt.

Sudan-Konferenz und EU-Sanktionen

Im Nachgang der Berliner Sudan-Konferenz 2026 verhängte die EU am 13. Juli 2026 erstmals Sanktionen gegen den Handel mit Gold aus Sudan sowie Exportverbote für Chemikalien zur Goldgewinnung. Die Bundesregierung hatte sich nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn im April 2023 innerhalb der EU für Sanktionen gegen Mitglieder und Unterstützer beider Konfliktparteien eingesetzt. Parallel reiste Staatsministerin Serap Güler im Juni 2026 nach Ägypten, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate, um den diplomatischen Druck auf regionale Akteure aufrechtzuerhalten und die Umsetzung der Berliner Prinzipien voranzubringen.

Diplomatische Grenzen: Was bleibt offen?

Die Fraktion Die Linke fragte mit der Kleinen Anfrage 21/7583 unter anderem danach, warum Außenminister Dr. Johann Wadephul in seiner Bundestagsrede vom 20. Mai 2026 die Vereinigten Arabischen Emirate nicht erwähnt hatte, obwohl diesen international wiederholt Einfluss auf die RSF zugeschrieben wird. Die Bundesregierung bestätigt in der Antwort (BT-Drs. 21/8059), dass Staatsministerin Güler im Juni 2026 auch Gespräche in Abu Dhabi führte. Zu konkreten Inhalten vertraulicher diplomatischer Gespräche macht die Bundesregierung grundsätzlich keine Angaben. Den genauen Anteil der deutschen Mittel, der direkt an lokale und frauengeführte Organisationen fließt, kann die Bundesregierung ebenfalls nicht beziffern.

Humanitärer Zugang: Konkrete Erfolge

Auf dem Gebiet des humanitären Zugangs nennt die Bundesregierung messbare Ergebnisse: Durch diplomatische Aktivitäten wurde die Öffnung des Grenzübergangs Adre zu Tschad verlängert, der Grenzübergang in Tiné-Tina wiedereröffnet und die durchgehende Öffnung des Grenzübergangs zu Südsudan in Renk erwirkt. Für VN-verwaltete humanitäre Länderfonds (CBPF) stellt Deutschland 21,5 Millionen Euro für 2026 bis 2028 bereit, davon 15 Millionen Euro direkt für Sudan. Beim Schutz von humanitären Helferinnen und Helfern unterstützt das Auswärtige Amt die International NGO Security Organisation (INSO) finanziell. Zudem prüft die Bundesregierung eine stärkere direkte Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes in Sudan.

Der Sudan-Konflikt zählt laut Vereinten Nationen zu den schwerwiegendsten humanitären Krisen weltweit. Millionen Menschen sind auf der Flucht oder akut von Hunger bedroht. Hintergründe zur Finanzierung von Sicherheitsstrukturen und der Arbeit staatlicher Kontrollinstrumente finden sich auch im Bericht zur Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

Weiterlesen:

  • Cyberangriffe: 202 Mrd. Euro Schaden für Wirtschaft 2025
  • Bundeszwang: Verfassungsinstrumente gegen Länder auf dem Prüfstand
👥 Wen betrifft das?

Unmittelbar betroffen sind die Zivilbevölkerung im Sudan sowie Geflüchtete in Nachbarländern wie Tschad, Südsudan, Ägypten und Äthiopien, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Mittelbar berührt der Sachverhalt deutsche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, da Bundesmittel in Höhe von rund 232,8 Millionen Euro eingesetzt werden, sowie humanitäre Helferinnen und Helfer deutscher und internationaler NGOs im Krisengebiet.

⚖️ Antwortverhalten der Bundesregierung

😠😕😐😊

😕 Teilweise beantwortet

Die Bundesregierung beantwortet die meisten Fragen inhaltlich, verweist jedoch bei Fragen zu vertraulichen diplomatischen Gesprächen (Frage 32d) auf Vertraulichkeit und macht zu konkreten Gesprächsinhalten mit ausländischen Regierungen keine Angaben. Der genaue Anteil der Mittel für lokale Organisationen (Frage 25) wird ebenfalls als nicht bezifferbar eingestuft.

Parlamentarischer Fahrplan

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. Sudan-Konferenz 2026: 230 Mio. Euro und offene Fragen →

📖 Begriffe erklärt
Rapid Support Forces (RSF)
Paramilitärische Gruppierung im Sudan, eine der beiden Hauptkampfparteien im seit April 2023 andauernden Bürgerkrieg. Ihr wird internationale Unterstützung durch externe Akteure vorgeworfen.
Berliner Prinzipien für Sudan
Von über 20 Staaten und Institutionen im Nachgang der Sudan-Konferenz 2026 verabschiedetes Referenzdokument, das Grundsätze für Waffenstillstand, Zivilschutz und eine friedliche Nachkriegsordnung festlegt.
Country Based Pooled Funds (CBPF)
Von OCHA (VN-Koordinierungsbüro für humanitäre Angelegenheiten) verwaltete länderbezogene Hilfsfonds, die flexible und schnelle Mittelverteilung an humanitäre Akteure vor Ort ermöglichen.
❓ Häufige Fragen

Wie viel Geld hat Deutschland für Sudan zugesagt?

Deutschland hat auf der Sudan-Konferenz 2026 rund 232,8 Millionen Euro zugesagt. Davon entfallen 212 Millionen Euro auf das Auswärtige Amt und 20 Millionen Euro auf das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Mittel werden für den Zeitraum 2026 bis 2028 bereitgestellt.

Wer hat auf der Berlin-Konferenz am meisten gespendet?

Die größten Einzelbeiträge kamen von der Europäischen Union (360,8 Mio. Euro), Deutschland (232,8 Mio. Euro), der African Development Bank (206 Mio. Euro), Großbritannien (167,9 Mio. Euro) und Saudi-Arabien (123,25 Mio. Euro).

Warum kam es trotz der Konferenz zu keinem Waffenstillstand?

Die unmittelbar am Krieg beteiligten Parteien — die Rapid Support Forces (RSF) und die Sudanese Armed Forces (SAF) — nahmen an der Konferenz nicht teil. Die Bundesregierung sieht dennoch Fortschritte durch die Verabschiedung der 'Berliner Prinzipien' und den gemeinsamen Aufruf ziviler Akteure zum Kriegsende.

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350.686 Verdachtsfälle: AfD fordert 80 Millionen für Impf-Forschung

5. Juni 2026
AfD will Krankenkassen

Krankenversicherung: AfD-Antrag zur Entlastung um 38,8 Milliarden Euro

4. Juni 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache

Petitionswesen im Bundestag: Verfahren und aktuelle Entscheidungen

18
Aus den Ausschüssen – KW23/2026

Aus den Ausschüssen – KW23/2026

12
Plenarsaal des Deutschen Bundestages

Heute im Bundestag – 24.09.2026

12
Bundesförderung im Bundestag: Kontrolle, Transparenz und Millionenbeträge

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11
Bundestag 26.07.2026: Die wichtigsten Drucksachen

Bundestag 26.07.2026: Die wichtigsten Drucksachen

10
Illustration: Bundestagsdrucksache

Begriff erklärt: Parlamentarische Kontrollrecht

9
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8217

Erbschaftsteuer: 21,4 Mrd. Euro und BVerfG-Urteil 2027

29. September 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8055

Frauenanteil BKA und Bundespolizei: Führungslücke bleibt groß

29. September 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8056

Deradikalisierung: VPN erhält 11 Mio. Euro ohne Erfolgsmessung

29. September 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8058

Seehafenfinanzierung: 38 Mio. Euro Bundeshilfe bleibt unverändert

29. September 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8211

Staatstrojaner: 8 Quellen-TKÜ und 2 Online-Durchsuchungen 2024

29. September 2026
Illustration: Bundestagsdrucksache 21/8057

Förderung eingestellt: Was das AA nach dem Rechnungshof-Rüffel änderte

29. September 2026

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Altersteilzeit-Blockmodell: Reform und Fakten 2026

26. August 2026
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Oberschlesisches Landesmuseum: 870.000 Euro Bundesförderung

23. September 2026
Bundestag WD

Versicherungsfremde Leistungen in GKV und Pflegeversicherung

24. August 2026
Wirtschaft & Finanzen

Tabaksteuer-Reform 2027: Bis zu 3,6 Mrd. Euro Mehreinnahmen

9. September 2026

Neueingänge

  • Erbschaftsteuer: 21,4 Mrd. Euro und BVerfG-Urteil 2027
  • Frauenanteil BKA und Bundespolizei: Führungslücke bleibt groß
  • Deradikalisierung: VPN erhält 11 Mio. Euro ohne Erfolgsmessung
  • Seehafenfinanzierung: 38 Mio. Euro Bundeshilfe bleibt unverändert
  • Staatstrojaner: 8 Quellen-TKÜ und 2 Online-Durchsuchungen 2024
  • Förderung eingestellt: Was das AA nach dem Rechnungshof-Rüffel änderte
  • Kriegsdienstverweigerung: Anträge steigen auf 7.691 im Jahr 2025
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