Von Regierung beantwortet
Geldautomaten-Sprengungen: AfD prüft Erfolgsrate und Täterherkunft 2024
Hintergrund
Geldautomaten-Sprengungen haben sich zu einem erheblichen Sicherheitsproblem entwickelt. Die AfD hatte bereits mit der Kleinen Anfrage BT-Drs 21/129 nach den Fallzahlen 2005-2024 gefragt. Das Bundeskriminalamt veröffentlicht jährlich das Bundeslagebild ‚Angriffe auf Geldautomaten‘, das die organisierten Täterstrukturen dokumentiert.
Die Bundesregierung hat detaillierte Zahlen zu Geldautomaten-Sprengungen im Jahr 2024 vorgelegt. Laut Drucksache 21/5902 vom 11. Mai 2026 ereigneten sich 269 Sprengungen. Die Täter waren in 144 Fällen erfolgreich und haben insgesamt 13,4 Millionen Euro erbeutet.
Täterstrukturen nach Staatsangehörigkeit: Von den 103 ermittelten Tatverdächtigen besitzen 88 Personen (85,4 Prozent) keine deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist bemerkenswert, da der Anteil deutlich über dem Durchschnitt bei anderen Straftaten liegt. Den höchsten Anteil stellten niederländische Staatsangehörige mit 53 Tatverdächtigen – das entspricht 60,2 Prozent aller nichtdeutschen Verdächtigen. Moldauische (13) und französische (10) Staatsangehörige folgten.
Regionale Verteilung der Angriffe
Die Kriminalitätsstatistiken weisen eine ungleiche regionale Verteilung aus. Nordrhein-Westfalen verzeichnet 44 Fälle. Ebenso viele waren es in Berlin. Baden-Württemberg folgt mit 43 Sprengungen. Hintergrund ist die geografische Nähe zu den Niederlanden, wo die meisten Tätergruppen ihren Ursprung haben und von wo aus sie nach Deutschland einreisen, um organisierte Straftaten zu begehen.
Den größten Anteil an Geldautomaten-Sprengungen verüben Tätergruppen, die aus den Niederlanden nach Deutschland einreisen.
Das Bundeskriminalamt erfasst seit 2013 systematisch die Beutesummen. Seit 2016 werden auch die Herkunftsländer der Täter dokumentiert. Die Daten belegen eine zunehmende Professionalisierung der Tätergruppen, die überwiegend aus den Niederlanden stammen und in organisierten Strukturen agieren.
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Betroffen sind Banken und Sparkassen durch Millionenschäden, Anwohner durch nächtliche Explosionen und Evakuierungen sowie Kunden durch wegfallende Geldautomaten in betroffenen Gebieten.
Die Daten für 2025 werden erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 im nächsten Bundeslagebild veröffentlicht. Die Bundesregierung verweist auf die kontinuierliche Erfassung durch das BKA zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität.
- Bundeslagebild
- Jährliche Analyse des BKA zu spezifischen Kriminalitätsbereichen mit statistischen Auswertungen und Trendanalysen.
- Tatverdächtige
- Personen, gegen die sich aufgrund bestimmter Tatsachen ein Verdacht der Tatbegehung richtet und die von der Polizei ermittelt wurden.























































