Antwort der Regierung ausste…
Grüne fragen: Wie viele Dauerstellen gibt der Zukunftsvertrag wirklich?
Hintergrund
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur dauerhaften Verbesserung der Hochschulbildung. 2022 wurde das Programm dynamisiert, um den Hochschulen jährlich mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Ein zentrales Ziel ist die Schaffung von mehr Dauerstellen für wissenschaftliches Personal unterhalb der Professur. Der Wissenschaftsrat führt 2025 eine erste Evaluation durch.
Die Grünen-Fraktion im Bundestag hakt bei der Bundesregierung nach: Wie erfolgreich ist der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wirklich bei der Schaffung von Dauerstellen für Wissenschaftler? In ihrer Kleinen Anfrage (BT-Drs. 21/5248) vom 9. April 2026 stellten die Abgeordneten um Ayse Asar 18 detaillierte Fragen zur Umsetzung des milliardenschweren Förderprogramms. Dies ist bemerkenswert, da der Zukunftsvertrag als zentrales Instrument zur Entfristung wissenschaftlicher Karrieren gilt.
Im Zentrum stehen konkrete Zahlen. Wie viele unbefristete Stellen sind seit Inkrafttreten des Vertrags tatsächlich neu geschaffen worden, wollten die Grünen wissen. Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern wird gefordert. Vereinbarte Zielwerte – ob erreicht, verfehlt oder übertroffen – interessieren die Fraktion ebenso wie mögliche Konsequenzen bei Zielverfehlung.
Evaluation durch Wissenschaftsrat läuft
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der laufenden Evaluation durch den Wissenschaftsrat, heißt es in der Anfrage. Die Grünen fragten nach ersten Zwischenergebnissen. Wann ist mit dem Abschlussbericht zu rechnen? Außerdem interessiert sie, welche Maßnahmen und Datenquellen für die Bewertung herangezogen werden.
Der Zukunftsvertrag soll mehr sichere Jobs für Nachwuchswissenschaftler schaffen – die Grünen prüfen, ob das funktioniert.
Der Geschlechterparität widmeten die Abgeordneten besondere Aufmerksamkeit. Wie hat sich der Frauenanteil auf wissenschaftlichen Dauerstellen entwickelt? Hintergrund ist die nach wie vor bestehende Unterrepräsentanz von Frauen in der Wissenschaft. Die Zielvorgabe einer geschlechterparitätischen Zusammensetzung des Personals muss berücksichtigt werden, so die Erwartung.
Auch die Dynamisierung des Programms wird thematisiert: 2022 haben Bund und Länder beschlossen, die Mittel jährlich zu erhöhen. Die Grünen fragten nach der Bedeutung dieser Entscheidung und ob eine Fortsetzung über 2027 hinaus notwendig ist. Welche Rolle könnte die geplante Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes spielen?
Die Bundesregierung hat nun Zeit, detaillierte Antworten zu liefern. Insbesondere zu regionalen und fachspezifischen Unterschieden beim Stellenaufbau. Die Antwort wird zeigen, ob die wissenschaftspolitischen Versprechen der Ampel-Koalition in der Praxis ankommen.
Betroffen sind Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen, die derzeit oft nur befristete Verträge haben. Auch Studierende profitieren von besseren Betreuungsverhältnissen durch mehr dauerhaftes Lehrpersonal.
Die Bundesregierung hat bis zu drei Monate Zeit, die 18 Fragen zu beantworten. Die Antwort wird voraussichtlich detaillierte Zahlen zur Stellenschaffung in den einzelnen Bundesländern enthalten. Der Abschlussbericht der Wissenschaftsrat-Evaluation wird für 2025 erwartet.
- Zukunftsvertrag
- Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur dauerhaften Finanzierung der Hochschulbildung mit dem Ziel besserer Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft.
- Wissenschaftlicher Mittelbau
- Wissenschaftliches Personal an Hochschulen unterhalb der Professur, etwa Postdocs, wissenschaftliche Mitarbeiter oder Nachwuchsgruppenleiter.
- Dynamisierung
- Jährliche Erhöhung der Fördermittel, um Inflation und gestiegene Kosten auszugleichen und das Programm zu stärken.























































