Beantwortet
Linke fragt nach Folgen der SCHUFA für Verbraucher
Die Fraktion Die Linke hat am 5. Mai 2026 eine Kleine Anfrage zur Rolle von Auskunfteien wie der SCHUFA im Leben der Verbraucher gestellt (BT-Drs. 21/5731). Die 17 Abgeordneten um Christin Willnat kritisierten das neue Scoring-System und dessen Auswirkungen auf zentrale Lebensbereiche.
Neue Bewertungslogik sorgt für Veränderungen
Mit der Einführung des „NextGen Score 1.0“ hat die SCHUFA ihre Bewertungslogik grundlegend verändert. Bonitätseinstufungen können sich infolge dieser Umstellung verändern, ohne dass sich das tatsächliche Zahlungsverhalten der Betroffenen erkennbar geändert hat, heißt es in der Anfrage. Dies verdeutlicht ein strukturelles Problem. Die Bewertung basiert nicht ausschließlich auf individuellem Verhalten, sondern wesentlich auf statistischen Modellannahmen.
Bonitätsbewertungen entscheiden darüber, ob Menschen Kredite erhalten, Wohnungen anmieten oder alltägliche Verträge abschließen können – und das oft ohne transparente Kriterien.
Zwölf konkrete Fragen an die Regierung
Die Anfrage umfasst zwölf detaillierte Fragen. Sie betreffen Datenspeicherung, Löschpflichten und die grundsätzliche Eignung privatwirtschaftlicher Auskunfteien. Besonders kritisch sieht die Linke, dass private Unternehmen faktisch über den Zugang zu zentralen Lebensbereichen wie Wohnraum oder Energieversorgung mitentscheiden. Hintergrund ist die weitreichende Verwendung von SCHUFA-Scores bei Vertragsabschlüssen. Zusätzlich fragten die Abgeordneten nach fehlerhaften Einträgen und deren Korrekturmöglichkeiten.
Strukturelle Probleme bleiben bestehen
Das neue Scoringmodell löst bestehende strukturelle Probleme nicht, bemängelt die Fraktion. Fehlerhafte oder veraltete Einträge können vorkommen, darauf wiesen Verbraucherorganisationen hin. Diese haben unmittelbare Auswirkungen auf die Bonitätsbewertung. Dies ist bemerkenswert, da die Korrektur solcher Daten für Betroffene häufig mit erheblichem Aufwand verbunden ist.
Die Linke fordert mehr Transparenz bei algorithmischen Bewertungsverfahren. Sie fragt nach alternativen Modellen unter stärkerer öffentlicher Kontrolle oder staatlicher Trägerschaft. Auch die Rolle der Datenschutzaufsicht und staatlicher Kontrollstellen wird thematisiert.























































