Was beschäftigt den Bundestag beim Thema PFAS Trinkwasser?
Das Thema PFAS Trinkwasser hat den Deutschen Bundestag im Mai 2026 intensiv beschäftigt. Gleich mehrere Fraktionen haben Anträge zu den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ eingebracht. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe von über 10.000 Substanzen, die sich in der Umwelt nicht abbauen und als dauerhafte Bedrohung für das Trinkwasser gelten.
Deutschland hat bereits 2023 gemeinsam mit Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden einen Beschränkungsvorschlag für PFAS bei der Europäischen Chemikalienagentur eingereicht. Die parlamentarische Debatte zeigt jedoch unterschiedliche Schwerpunkte der Fraktionen beim Umgang mit dieser Problematik.
Parlamentarische Drucksachen zu PFAS Trinkwasser
Im Mai 2026 wurden mehrere wichtige Drucksachen zu PFAS eingereicht:
Drucksache 21/4561 (AfD, 12.05.2026): „Macht PFAS-Verbot deutsche Industrie kaputt? AfD schlägt Alarm“ – Die AfD fragt nach den wirtschaftlichen Auswirkungen der PFAS-Regulierung und befürchtet Milliardenkosten für die deutsche Wirtschaft.
Drucksache 21/5761 (Grüne, 07.05.2026): „Vergiften Ewigkeitschemikalien unser Trinkwasser dauerhaft?“ – Die Grünen-Fraktion legte am 5. Mai 2026 einen Antrag zur Bekämpfung der Trinkwasserverschmutzung durch PFAS vor und sieht diese als wachsende Bedrohung.
Drucksache 21/5762 (Die Linke, 07.05.2026): „Sind Ewigkeitschemikalien in Ihrem Essen? Linke schlägt Alarm“ – Die Linke fordert ein PFAS-Verbot in Lebensmitteln und will die Chemikalien aus Lebensmittelverpackungen und der Landwirtschaft verbannen.
Positionen der Fraktionen
Die Fraktionen zeigen unterschiedliche Schwerpunkte beim Thema PFAS Trinkwasser:
AfD: Die AfD-Fraktion fokussiert sich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglichen PFAS-Verbots. Sie warnt vor Milliardenkosten für die deutsche Industrie und stellt die Frage, ob ein PFAS-Verbot die deutsche Wirtschaft schädigen könnte.
Bündnis 90/Die Grünen: Die Grünen sehen PFAS als wachsende Bedrohung für das Trinkwasser und fordern aktive Maßnahmen zur Bekämpfung der Trinkwasserverschmutzung durch diese Ewigkeitschemikalien.
Die Linke: Die Linke-Fraktion erweitert den Fokus über das Trinkwasser hinaus und fordert ein umfassendes PFAS-Verbot in Lebensmitteln, einschließlich Verpackungen und landwirtschaftlicher Anwendungen.
Häufige Fragen zu PFAS Trinkwasser im Bundestag
Was sind PFAS und warum werden sie „Ewigkeitschemikalien“ genannt?
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – eine Gruppe von über 10.000 Substanzen. Sie werden als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, weil sie sich in der Umwelt nicht abbauen.
Welche Länder haben bereits Maßnahmen gegen PFAS ergriffen?
Deutschland hat 2023 gemeinsam mit Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden einen Beschränkungsvorschlag für PFAS bei der Europäischen Chemikalienagentur eingereicht.
Welche Bereiche sind von PFAS-Regulierung betroffen?
Neben dem Trinkwasser diskutiert der Bundestag auch über PFAS in Lebensmittelverpackungen und der Landwirtschaft sowie die Auswirkungen auf die deutsche Industrie.






















































