- 19,2 Milliarden Euro für Schienen-Ausbau bis 2030
- 2026 stehen 2,36 Milliarden Euro bereit
- Planungsmittel: 250 Millionen Euro jährlich für frühe Phasen
Fulda-Runde 2026: 19,2 Mrd. Euro für Schienen-Ausbau
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6301 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Seit 2002 treffen sich jährlich Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der Deutschen Bahn AG und des Eisenbahn-Bundesamts in Fulda zur Finanzplanung der Schieneninfrastruktur. Diese sogenannte Fulda-Runde teilt die verfügbaren Haushaltsmittel projektsscharf auf laufende und neue Ausbauvorhaben auf. Alle besprochenen Vorhaben liegen im überragenden öffentlichen Interesse und sind Teil des Bedarfsplans Schiene.
- 19,24 Milliarden Euro — Gesamtbedarf für laufende und neue Vorhaben 2026-2030
- 17,30 Milliarden Euro — Mittelbedarf nur für bereits laufende Vorhaben bis 2030
- 250 Millionen Euro — Jährlicher Planungsmittelbedarf für Leistungsphasen 1-2
- 200 Millionen Euro — Jährlicher Planungsmittelbedarf für Leistungsphasen 3-4
Im Detail
Der finanzielle Bedarf an Planungsmitteln für die Vorhaben des Bedarfsplans liegt in den nächsten Jahren bei 250 Mio. Euro p.a. für die Leistungsphasen 1 und 2 HOAI sowie bei 200 Mio. Euro p.a. für die Leistungsphasen 3 und 4 Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.
— Antwort der Bundesregierung BT-Drs. 21/6301
Die Bundesregierung hat die Ergebnisse der Fulda-Runde 2026 vorgelegt. Damit gibt sie einen detaillierten Überblick über die Finanzplanung des deutschen Schienenausbaus bis 2030. Das Investitionsvolumen für laufende und neue Projekte beträgt insgesamt 19,24 Milliarden Euro. Allein 2026 stehen 2,36 Milliarden Euro für den Bedarfsplan Schiene bereit.
Die jährliche Planungsrunde in Fulda koordiniert seit 2002 die Aufteilung der Haushaltsmittel zwischen Bundesverkehrsministerium, Deutscher Bahn AG und Eisenbahn-Bundesamt. Die verfügbaren Gelder werden dabei projektsscharf auf laufende Neu- und Ausbauvorhaben verteilt. Auch neu beginnende Projekte erhalten Mittel.
Diese Großprojekte stehen im Fokus
In der aktuellen Sammelfinanzierungsvereinbarung befinden sich zahlreiche bedeutende Infrastrukturprojekte. Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Köln, Düsseldorf und Dortmund gehört dazu. Ebenso die Elektrifizierung der Strecken nach Marktredwitz und zur tschechischen Grenze. Wichtige Großknoten wie Hamburg, Frankfurt am Main und München werden ausgebaut.
Die Projektbündel umfassen mehrere zusammenhängende Streckenabschnitte. Projektbündel 2 verbindet Hamburg und Hannover. Projektbündel 4 betrifft die wichtige Nord-Süd-Achse von Frankfurt über Würzburg nach München.
Was gilt aktuell?
Der Bedarfsplan Schiene ist gesetzlich verankert und definiert alle Projekte von überragendem öffentlichen Interesse. Die Umsetzung erfolgt in verschiedenen Leistungsphasen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). In den Phasen 1-2 werden Grundlagen ermittelt und Vorentwürfe erstellt. Die Phasen 3-4 umfassen Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
2026 schließen mehrere wichtige Projekte ihre frühen Planungsphasen ab, darunter die Ausbaustrecke Augsburg-Donauwörth und Teile des Großknotens Frankfurt. Gleichzeitig werden neue Vorhaben in die Finanzierungsvereinbarungen aufgenommen.
Finanzielle Herausforderungen bleiben
Der jährliche Planungsmittelbedarf liegt bei 450 Millionen Euro. Davon entfallen 250 Millionen auf die frühen Leistungsphasen 1-2. 200 Millionen sind für die Phasen 3-4 vorgesehen. Die Planungsmittel für spätere Phasen sind bereits in den Baukosten der jeweiligen Vorhaben enthalten.
Die Finanzierung steigt kontinuierlich an: Von 2,36 Milliarden Euro 2026 auf bis zu 5,76 Milliarden Euro 2030. Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Investitionsbedarf in die alternde Schieneninfrastruktur wider.
Die Bundesregierung führt aus, dass das weitere Vorgehen von den Haushaltsmitteln 2027 und der mittelfristigen Finanzplanung abhängt. Die Ergebnisse des laufenden Haushaltsaufstellungsverfahrens müssen abgewartet werden, bevor endgültige Zusagen für neue Projekte gemacht werden können.
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Von den geplanten Investitionen profitieren Bahnreisende durch schnellere Verbindungen, mehr Kapazität und bessere Pünktlichkeit. Besonders betroffen sind Regionen mit großen Ausbauprojekten wie der Rhein-Ruhr-Express oder die Großknoten Hamburg, Frankfurt und München.
Die Bundesregierung hat alle Fragen detailliert beantwortet und umfangreiche Listen der Projekte in verschiedenen Planungsphasen vorgelegt.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 04.06.2026) Bahninfrastruktur Fulda-Runde 2026: Grüne erkundigen sich nach Finanzierungsergebnissen →
- Leistungsphasen (Lph)
- Planungsphasen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Phasen 1-2 umfassen Grundlagenermittlung und Vorentwurf, Phasen 3-4 Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
- Bedarfsplan Schiene
- Gesetzlich festgelegter Plan für den Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Enthält alle Projekte von überragendem öffentlichen Interesse.
Was ist die Fulda-Runde?
Jährliches Treffen von Verkehrsministerium, Deutscher Bahn und Eisenbahn-Bundesamt zur Finanzplanung des Schienenausbaus.
Wie viel Geld steht 2026 bereit?
2,36 Milliarden Euro für Investitionen in die Schieneninfrastruktur.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6301 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.






































































