Von Bundesregierung beantwor…
Helenesee-Sanierung: Fünf Jahre Sperrung, keine klaren Kosten
Hintergrund
Der Helenesee bei Frankfurt (Oder) ist seit einer Böschungsrutschung im Jahr 2021 vollständig gesperrt. Der See ist ein wichtiger Tourismusstandort für die Region Brandenburg und war vor der Sperrung ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Sanierung wird als Folge der Braunkohlesanierung über den Bund und das Land Brandenburg finanziert.
Fünf Jahre nach der Sperrung des Helenesees bei Frankfurt (Oder) gibt es noch immer keine klare Kostenschätzung für die Sanierung. Dies ist bemerkenswert, da der beliebte Badesee bereits seit 2021 vollständig gesperrt ist. Die Bundesregierung antwortete am 30. April 2026 auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion (BT-Drs. 21/5699), eine Gesamtkostenschätzung liegt erst nach Abschluss der ersten Planungsstufe vor.
Planungsstand und Zeitplan
Derzeit entwickelt die erste Planungsstufe drei mögliche Sicherungsmaßnahmen. Diese betreffen neun von zehn gefährdeten Uferbereichen und werden nach August 2026 abgeschlossen. Bislang hat der Bund überschaubare 227.700 Euro für die Sanierung ausgegeben – davon 16.700 Euro im Jahr 2024 und 211.000 Euro im Jahr 2025. Mit der Ausschreibung von Bauleistungen rechnet die Bundesregierung nicht vor dem ersten Halbjahr 2029.
Hintergrund ist eine Böschungsrutschung im Jahr 2021, die zur vollständigen Sperrung führte. Die Sanierung hat erhebliche Bedeutung für den Tourismus und die Wirtschaft der Region. Ein Baubeginn zwischen 2028 und 2030 bleibt nach Angaben der Bundesregierung realistisch.
Finanzierung ungeklärt
Die Finanzierung hängt von den Ergebnissen der ersten Planungsstufe und einer Risikoanalyse ab. Der Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung entscheidet über weitere Finanzmittel. Alle Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt entsprechender Haushaltsmittel und einer hälftigen Kofinanzierung durch das Land Brandenburg.
Das Ostufer des Helenesees ist nach bodenmechanischen Berechnungen aus dem Jahr 2023 standsicher. Es bleibt nicht mehr gesperrt. Die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf zur Beschleunigung der Sanierung und erkennt keine sachwidrigen Verzögerungen seit Übernahme der Projektverantwortung durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft im Jahr 2024.
Betroffen sind Touristen und Anwohner der Region Frankfurt (Oder), die den See als Naherholungsgebiet nutzen. Auch lokale Tourismusunternehmen und die Wirtschaft der Region leiden unter der anhaltenden Sperrung des wichtigen Ausflugsziels.
Die erste Planungsstufe soll nach August 2026 abgeschlossen werden. Anschließend entscheidet der Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung über weitere Schritte. Mit der Ausschreibung von Bauleistungen ist frühestens im ersten Halbjahr 2029 zu rechnen.
- HOAI
- Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – regelt die Vergütung von Planungsleistungen
- StuBA
- Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung – entscheidet über Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen
- LMBV
- Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft – zuständig für Braunkohle-Folgeschäden























































