Noch nicht beantwortet
AfD hinterfragt neue Bundeswehr-App "Meine Reserve" für Reservisten
Hintergrund
Die Bundeswehr hat kürzlich die App „Meine Reserve“ vorgestellt, die erstmals eine digitale Alarmierung von Reservisten ermöglichen soll. Bisher erfolgte die Kommunikation zwischen Karrierecentern und Reservisten überwiegend auf dem Postweg und konnte mehrere Wochen dauern. Die App soll Reservisten innerhalb von 48 Stunden zum Dienst heranziehen können.
Die AfD-Fraktion stellt in ihrer Kleinen Anfrage vom 7. April 2026 (BT-Drs. 21/5198) kritische Fragen zur neuen Bundeswehr-App „Meine Reserve“. Die digitale Anwendung wurde kürzlich auf der Jahrestagung der Reserve vorgestellt. Sie soll die Alarmierung von Reservisten revolutionieren.
Digitale Wende bei der Reservistenverwaltung
Erstmals ermöglicht die Smartphone-App „Meine Reserve“ eine digitale Alarmierung sowie digitale Bestätigung der Einsatzbereitschaft von Reservisten, heißt es. Dies ist bemerkenswert, da bisher die Kommunikation zwischen Karrierecentern, anfordernden Einheiten und Reservisten überwiegend auf dem Postweg erfolgte und mehrere Wochen dauerte. Perspektivisch plant die Bundeswehr, damit Reservisten innerhalb von 48 Stunden zum Dienst heranziehen zu können.
Die App soll Reservisten ihre Stammdaten eigenständig pflegen, Dokumente digital empfangen und ihre Einsatzbereitschaft bestätigen lassen.
Die AfD-Abgeordneten Jan Ralf Nolte, Andreas Paul und Dr. Michael Espendiller begrüßten grundsätzlich die Digitalisierung. Jedoch sehen sie organisatorische und sicherheitsrelevante Fragen. Besonders interessiert sie die tatsächliche Nutzung durch Reservisten. Auch Entwicklungskosten und die praktische Einsatzfähigkeit im Spannungs- und Verteidigungsfall sind fraglich.
16 kritische Fragen der AfD
Seit wann wird die App entwickelt und welche Gesamtkosten sind entstanden, fragt die Fraktion. Wie viele Reservisten haben die App heruntergeladen und sich erfolgreich authentifiziert? Hintergrund ist der erste Testlauf bei der Übung „National Guardian“, dessen Ergebnisse ebenfalls erfragt werden.
Die IT-Sicherheit steht besonders im Fokus: Welche Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind an der Prüfung beteiligt gewesen? Weitere Fragen betreffen die Anbindung an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw). Geplante Erweiterungen in einer zweiten Ausbauphase werden ebenfalls thematisiert.
Betroffen sind alle Reservisten der Bundeswehr, die künftig über die digitale Anwendung alarmiert und zum Dienst beordert werden können. Die genaue Anzahl der berechtigten Nutzer ist Teil der AfD-Anfrage.
Die Bundesregierung muss die 16 Fragen der AfD schriftlich beantworten. Ein konkreter Termin für die Antwort ist nicht genannt. Die AfD fragt unter anderem nach Entwicklungskosten, Nutzerzahlen und Ergebnissen eines ersten Testlaufs bei der Übung „National Guardian“.
- Reservisten
- Ehemalige Soldaten oder zivile Fachkräfte, die im Bedarfsfall zur Verstärkung der Bundeswehr herangezogen werden können.
- BAPersBw
- Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, zuständig für die Personalverwaltung der Streitkräfte.























































