Beantwortet
AfD fragt nach maroden Bundesbrücken in Schleswig-Holstein
Die AfD-Fraktion hat am 6. Mai 2026 eine Kleine Anfrage zu den Bundesbrücken in Schleswig-Holstein gestellt (BT-Drs. 21/5798). Die 17 Abgeordneten um Stefan Henze fordern umfassende Informationen zum Zustand der Brückeninfrastruktur und zu geplanten Sanierungsmaßnahmen.
Die AfD fragt, welche Brücken in Schleswig-Holstein repariert werden müssen und wie das bezahlt werden soll – nach dem Brückeneinsturz in Dresden ist das Thema besonders brisant.
Alarmierender Sanierungsstau
In ihrer Begründung verweist die AfD auf Studien von Transport & Environment und dem Bundesrechnungshof. Diese dokumentieren einen kritischen Zustand vieler Bundesbrücken. Laut der Organisation Transport & Environment ist bei 5.905 Brückenbauwerken unter Bundesverwaltung ein Ersatzneubau notwendig. Weitere 10.240 Brücken benötigen entweder einen Neubau oder eine Verstärkung.
Die Fraktion kritisiert, die Bundesregierung unterschätzt den Umfang der Schäden. Finanzierung sowie Priorisierung sind unzureichend gestaltet. Als Beispiele für die Dringlichkeit des Problems nennt die AfD den Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024. Hintergrund ist auch die anhaltende Sperrung der Ringbahnbrücke in Berlin, die das Problem bundesweit verdeutlicht.
15 detaillierte Fragen an die Regierung
Die AfD stellt 15 konkrete Fragen zur Situation in Schleswig-Holstein. Dabei fragt sie, welche Brücken zum „Kernnetz“ besonders wichtiger Autobahnabschnitte gehören. Wie viele Brücken sind sanierungsbedürftig? Welche sind für einen Abriss vorgesehen? Nach den finanziellen Mitteln für die nächsten fünf, zehn und fünfzehn Jahre wird ebenfalls gefragt.
Besonders interessiert zeigt sich die Fraktion für die Rolle öffentlich-privater Partnerschaften. Die geplante Nutzung von Mitteln aus dem 300-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität steht im Fokus. Zudem fordert sie konkrete Zeitpläne. Dies ist bemerkenswert, da die AfD sonst eher kritisch gegenüber Klimaschutzausgaben auftritt.
Die Bundesregierung muss nun binnen der üblichen Frist detailliert Auskunft geben. Sie soll den Zustand der schleswig-holsteinischen Bundesbrücken darlegen und ihre Strategie zur Bewältigung des Sanierungsstaus erläutern.























































