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Grüne fordern Rettung für Altkleider-Sammelcontainer
Die Grünen-Fraktion legte am 5. Mai 2026 einen Antrag zur Rettung der Alttextil-Sammelinfrastruktur vor (BT-Drs. 21/5767). Die vertrauten Altkleidercontainer verschwinden zunehmend aus dem Stadtbild, beklagen die Antragsteller. Gemeinnützige Sammlungen werden eingestellt.
Viele Menschen wollen ihre Kleidung spenden statt wegwerfen, aber die Container dafür gibt es immer weniger.
Fast-Fashion belastet das System
Als Hauptursache identifiziert die Fraktion das stark wachsende Aufkommen von Textilien durch Ultra-Fast-Fashion. Die steigenden Mengen bei gleichzeitig sinkender Qualität führen dazu, dass ein immer größerer Anteil der gesammelten Kleidung nicht mehr wiederverwertet werden kann. Dies ist bemerkenswert, da gleichzeitig die Erlöse auf den internationalen Märkten für gebrauchte Textilien sinken, während die Kosten für Sammlung, Transport und Sortierung steigen.
Getrenntsammelpflicht verschärft Probleme
Zusätzlich verschärft die seit 1. Januar 2025 geltende Getrenntsammelpflicht für Textilien nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz die Situation. Unklare Regelungen über textile Abfälle führen zu Fehlinterpretationen und verunsichern Bürger wie Kommunen gleichermaßen.
Die Grünen fordern eine bundesweite Aufklärungskampagne. Der Begriff „textile Abfälle“ muss präzisiert werden. Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der Sammelstrukturen sind erforderlich, wobei Sondernutzungsgebühren für Container aufgehoben und gemeinnützige Einrichtungen entlastet werden sollen. Hintergrund ist die EU-Vorgabe, wonach Deutschland bis 2028 ein System der Erweiterten Herstellerverantwortung einführen muss.























































