Eingegangen am 15.05.2026
Warburg Bahnhof: AfD hinterfragt Kriminalitätszahlen nach Herkunft
Hintergrund
Die Anfrage reiht sich in eine Serie ähnlicher AfD-Anfragen zu Bahnhofskriminalität in nordrhein-westfälischen Städten ein. Die Fraktion fokussiert systematisch auf die Aufschlüsselung von Straftaten nach Herkunft der Tatverdächtigen. Warburg ist eine Kleinstadt im Kreis Höxter mit etwa 23.000 Einwohnern und liegt an der Bahnstrecke zwischen Kassel und Paderborn.
Die AfD-Fraktion fragt die Bundesregierung nach der Kriminalitätsentwicklung am Bahnhof der Stadt Warburg im Jahr 2025. Die Kleine Anfrage (21/5945) vom 15. Mai 2026 konzentriert sich auf den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei.
Vier Abgeordnete stehen hinter der Anfrage. Maximilian Kneller, Sascha Lensing, Udo Theodor Hemmelgarn und Denis Pauli verlangen differenzierte Zahlen zu verschiedenen Deliktgruppen. Im Fokus stehen Gewaltdelikte, Eigentumsdelikte, Sexualdelikte sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz, die die Bundespolizei 2025 am Warburger Bahnhof erfasst hat. Sachbeschädigungen sollen dabei als separate Untergruppe der Eigentumsdelikte ausgewiesen werden.
Fokus auf Herkunft der Tatverdächtigen
Den Kernpunkt bildet die Aufschlüsselung nach deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen. Dies ist bemerkenswert, da die AfD diese Differenzierung systematisch bei Kriminalitätsanfragen einfordert. Die Fraktion verlangt für alle Deliktgruppen detaillierte Angaben: deutsche Tatverdächtige, nichtdeutsche Tatverdächtige, Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Auch gänzlich unbekannte Täter sollen erfasst werden. Darüber hinaus fordert die AfD die zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen.
Die AfD fragt nach den Straftaten am Warburger Bahnhof und der Herkunft der Tatverdächtigen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Gewalttaten mit Messern. Die Fraktion unterscheidet präzise zwischen „Messer eingesetzt“ und „Messer mitgeführt“. Hintergrund ist die politische Debatte um Messerangriffe im öffentlichen Raum. Auch hier fordert sie eine Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeiten. Ähnliche Anfragen stellte die AfD bereits zu Bahnhöfen in Herford, Detmold und Lage.
Spezifische Fragen zu Gewalt gegen Polizei
Auch tätliche Angriffe gegen Bundespolizisten am Warburger Bahnhof thematisiert die Anfrage. Zudem interessiert sich die AfD für Fälle, in denen Personen in den Gleisbereich gestoßen worden sind. Selbst für diese speziellen Delikte verlangt die Fraktion eine Herkunfts-Aufschlüsselung der Tatverdächtigen. Die Anfrage umfasst außerdem aufgebrochene Fahrkartenautomaten und die dabei ermittelten Tatverdächtigen.
Die Anfrage folgt dem bekannten AfD-Muster zur Erfassung von Kriminalitätsdaten nach Herkunft. Warburg ist eine Kleinstadt mit etwa 23.000 Einwohnern im Kreis Höxter. Sie liegt an der Bahnstrecke zwischen Kassel und Paderborn.
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Betroffen sind Bahnreisende, Pendler und Besucher des Warburger Bahnhofs sowie die dort eingesetzten Bundespolizisten. Die Stadt Warburg und ihre Bürger haben ein Interesse an der Sicherheitslage im Bahnhofsbereich.
Die Bundesregierung hat nach der Geschäftsordnung des Bundestages Zeit zur Beantwortung der Kleinen Anfrage. Die Antwort wird voraussichtlich vom Bundesinnenministerium koordiniert und statistische Daten der Bundespolizei enthalten. Anschließend wird die Antwort als Bundestagsdrucksache veröffentlicht.
- Bundespolizei
- Zuständig für die Sicherheit an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen. Ermittelt bei Straftaten im Bahnhofsbereich.
- Eigentumsdelikte
- Straftaten gegen das Eigentum wie Diebstahl, Raub oder Sachbeschädigung.
- Kleine Anfrage
- Parlamentarisches Kontrollinstrument, mit dem Abgeordnete die Bundesregierung zu Sachverhalten befragen können.























































