Antrag eingereicht
Grüne fordern 1000-Euro-Hilfe für BAföG-Empfänger zum Studienstart
Hintergrund
Die massiven Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs treffen Studierende und Auszubildende besonders hart. Laut einer aktuellen Erhebung des Moses-Mendelssohn-Instituts sind 83,4% der Studierenden in Städten eingeschrieben, wo die Wohnkosten über der BAföG-Wohnkostenpauschale liegen. Viele müssen neben dem Studium arbeiten oder verschieben ihren Abschluss.
Die Grünen-Fraktion hat am 5. Mai 2026 einen umfassenden Antrag zur Stärkung des BAföG vorgelegt (BT-Drs. 21/5780). Kernstück ist eine einmalige Studienstarthilfe von 1000 Euro für alle BAföG-beziehenden Studienanfänger. Eine analoge Azubistarthilfe soll bedürftige Auszubildende unterstützen.
Die Grünen wollen, dass Studierende und Azubis nicht mehr wegen Geldmangel ihr Studium abbrechen müssen.
Bemerkenswert ist ein weiterer zentraler Punkt: Die direkte Überweisung des Kindergelds an junge Menschen in Ausbildung statt an deren Eltern. Dies wird als „erste Säule der Ausbildungsfinanzierung“ konzipiert, die allen jungen Menschen zugutekommen soll.
Hintergrund der Kritik ist, dass 83,4% der Studierenden in Städten leben, wo die Wohnkosten über der BAföG-Wohnkostenpauschale liegen. Die Grünen fordern deshalb eine regionale Anpassung der Wohnkostenförderung an das tatsächliche Mietniveau. Auch die Mindestausbildungsvergütung von 682 Euro reicht oft nicht für die Miete eines WG-Zimmers.
Zusätzlich verlangt die Fraktion eine automatische jährliche Dynamisierung des BAföG sowie flexiblere Altersgrenzen für nicht-lineare Bildungswege. Ein Mobilitätsbudget für Auszubildende gehört ebenfalls zu den Forderungen. Die Antragsverfahren sollten vereinfacht und digitalisiert werden. Als Begründung führten die Grünen die massiven Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs an, die besonders junge Menschen belasten.
Betroffen sind alle BAföG-beziehenden Studienanfänger, die eine einmalige Starthilfe von 1000 Euro erhalten sollen. Auch Auszubildende könnten von einer neuen Azubistarthilfe profitieren. Alle jungen Menschen in Ausbildung würden vom direkten Kindergeld-Transfer profitieren.
Der Antrag wird zunächst an den zuständigen Bildungsausschuss überwiesen. Die Bundesregierung wird um Stellungnahme gebeten. Eine erste Lesung im Plenum ist für die kommenden Wochen zu erwarten.
- BAföG-Wohnkostenpauschale
- Fester Betrag, den BAföG-Empfänger für Wohnkosten erhalten – aktuell oft zu niedrig für tatsächliche Mietkosten
- Studienstarthilfe
- Einmalige Zahlung von 1000 Euro an BAföG-beziehende Studienanfänger zur Finanzierung des Studienbeginns























































