Antwort der Bundesregierung …
Wohnkosten Bayern: Die Linke fragt nach Mietpreis-Explosion
Hintergrund
München gilt als Deutschlands teuerste Stadt, und auch andere bayerische Regionen weisen im bundesweiten Vergleich hohe Wohnkosten auf. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, Wohnen für alle Menschen bezahlbar zu gestalten. Dennoch steigen die Mieten weiter an, wie aktuelle Medienberichte zeigen. Ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung zahlt mittlerweile mehr als 40 Prozent des Einkommens für das Wohnen.
Die Linke-Fraktion hat am 18. Mai 2026 eine umfassende Kleine Anfrage zur Entwicklung der Wohn- und Mietkosten in Bayern eingereicht (BT-Drs. 21/5973). Die Abgeordneten um Nicole Gohlke fordern detaillierte Daten über die Mietpreisentwicklung der vergangenen zehn Jahre.
Umfassende Datenabfrage zu bayerischen Wohnkosten
Neun Fragen umfasst die Anfrage. Diese decken verschiedene Aspekte des bayerischen Wohnungsmarkts ab, wobei die Fraktion nach der Entwicklung der Angebotsmieten in den 20 größten bayerischen Städten fragt. Darüber hinaus interessieren sich die Abgeordneten für die zehn Landkreise mit den höchsten Mietanstiegen. Die Entwicklung der Bestandsmieten steht ebenfalls im Fokus – ebenso wie die Baulandpreise.
Dem Sozialwohnungsbestand gilt besondere Aufmerksamkeit. Die Linke erkundigt sich nach dessen Entwicklung über zehn Jahre und zudem nach der Wohnkostenbelastung der Haushalte. Konkret will sie wissen, welcher Anteil des Einkommens fürs Wohnen ausgegeben wird.
Die Bundesregierung hat laut Koalitionsvertrag das Ziel ausgegeben, „Wohnen für alle Menschen bezahlbar“ zu gestalten. München gilt als Deutschlands teuerste Stadt.
Bayern im deutschlandweiten Vergleich mit hohen Wohnkosten
Die Anfrage bezieht sich auf aktuelle Medienberichte. Dies ist bemerkenswert, da München als Deutschlands teuerste Stadt gilt und auch andere bayerische Regionen im bundesweiten Vergleich hohe Wohnkosten aufweisen. Hintergrund ist die intensivere Beschäftigung verschiedener Fraktionen mit sozialen Themen, wie die Diskussionen um Jobcenter-Kosten zeigten.
Bereits mehr als 40 Prozent des Haushaltseinkommens zahlt ein Anteil der bayerischen Bevölkerung für das Wohnen. Diese Belastung liegt über den üblichen Empfehlungen von maximal 30 Prozent.
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Betroffen sind alle Mieter und Wohnungssuchenden in Bayern, insbesondere in München und anderen Großstädten. Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen leiden besonders unter der hohen Wohnkostenbelastung, wenn mehr als 30 oder 40 Prozent des Einkommens für die Miete ausgegeben werden müssen.
Die Bundesregierung hat nun die Gelegenheit, detaillierte Daten zur Mietpreisentwicklung in Bayern vorzulegen. Nach Eingang der Antwort wird die Linke-Fraktion die Zahlen auswerten und möglicherweise weitere parlamentarische Initiativen zur Wohnungspolitik einleiten. Die Antwort könnte auch Grundlage für Debatten im zuständigen Ausschuss werden.
- Angebotsmiete
- Der Mietpreis, der für neu ausgeschriebene Wohnungen verlangt wird – meist höher als Bestandsmieten.
- Bestandsmiete
- Die Miete für bereits vermietete Wohnungen, die meist niedriger ist als bei Neuvermietungen.
- Sozialwohnung
- Öffentlich geförderte Wohnung mit begrenzter Miethöhe für Haushalte mit geringem Einkommen.























































