Antrag eingereicht
- Deutschland nur Platz 34 von 41 Ländern bei Bildung
- 40% der 15-Jährigen verfehlen Mindestkompetenzen
- AfD fordert nationalen Bildungsgipfel
Bildungsgipfel: AfD fordert nationale Krisensitzung wegen UNICEF-Studie
Hintergrund
Die aktuelle UNICEF-Studie vom Mai 2026 hat Deutschland ein verheerendes Zeugnis ausgestellt: Nur auf Platz 34 von 41 vergleichbaren Ländern bei Bildungskompetenzen. Georg Pichts Warnung vor einer „Bildungskatastrophe“ aus dem Jahr 1964 scheint sich zu bewahrheiten. Gleichzeitig fehlen bis 2035 zwischen 49.000 und 75.000 Lehrkräfte, während fast 30 Prozent aller Ausbildungen vorzeitig abgebrochen werden.
Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik. Damit liegt Deutschland auf Platz 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten.
— UNICEF-Studie Mai 2026, zitiert in BT-Drs. 21/6029
Die AfD-Fraktion fordert die Einberufung eines nationalen Bildungsgipfels als Reaktion auf die Ergebnisse der aktuellen UNICEF-Studie. In ihrem am 20. Mai 2026 eingereichten Antrag (BT-Drs. 21/6029) verweist die Partei auf eine „Bildungskatastrophe“ in Deutschland.
UNICEF-Ergebnisse
Die internationale Studie weist Deutschland Platz 34 von 41 Ländern bei den Bildungskompetenzen zu. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindeststandards in Lesen und Mathematik. Dies ist bemerkenswert, da Deutschland traditionell zu den führenden Bildungsnationen zählt. 90 Prozent der Deutschen bewerten diesen Befund laut einer Umfrage als größte Gefahr für die Zukunft des Landes.
Deutschland steht international so schlecht da wie nie: Platz 34 von 41 bei der Bildung bedeutet, dass vier von zehn Jugendlichen nicht richtig lesen und rechnen können.
18,8 Prozent der 20- bis 34-Jährigen haben keine Qualifikation – weder Schulabschluss noch Berufsausbildung oder Studium. Fast 30 Prozent aller Ausbildungsverträge werden vorzeitig beendet.
Lehrermangel
Die Kultusministerkonferenz prognostiziert bis 2035 einen Fehlbestand von 49.000 Lehrkräften. Andere Experten gehen von bis zu 75.000 fehlenden Lehrern aus.
Die AfD betrachtet die bisherigen Koordinierungsmechanismen zwischen Bund und Ländern als unzureichend. Weder die Kultusministerkonferenz noch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz können der sich verschärfenden Entwicklung wirksam entgegentreten, argumentiert die Partei in ihrer bildungspolitischen Kritik. Hintergrund ist die föderale Struktur des deutschen Bildungswesens, die eine koordinierte Reformpolitik erschwert.
Forderung nach nationalem Gipfel
Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, „zeitnah einen nationalen Bildungsgipfel unter Beteiligung der für Bildung zuständigen Minister der Länder“ einzuberufen. Gemeinsam mit den Ländern sollen konkrete Maßnahmen erarbeitet und die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungssystems wiederhergestellt werden.
Die AfD begründet ihre Initiative damit, dass Deutschland als „rohstoffarmes und exportorientiertes Land“ in besonderem Maße auf ein funktionsfähiges Bildungs- und Ausbildungssystem angewiesen ist. Die fortschreitende Verschlechterung stellt eine „gesamtstaatliche Herausforderung“ dar.
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Betroffen sind vor allem Schüler und Jugendliche, deren Bildungschancen durch die Krise erheblich beeinträchtigt werden. Auch Arbeitgeber leiden unter dem wachsenden Fachkräftemangel, während 18,8 Prozent der 20- bis 34-Jährigen ohne jede Qualifikation dastehen.
Der Antrag wird zunächst dem zuständigen Bildungsausschuss zugewiesen. Dort erfolgt eine erste Beratung, bevor eine Entscheidung über eine mögliche Bundestagsdebatte fällt. Die Bundesregierung ist nicht verpflichtet, einen solchen Gipfel einzuberufen.
- nfQ-Quote
- Anteil junger Erwachsener ohne formalen beruflichen Abschluss – ein wichtiger Indikator für Arbeitsmarktrisiken.
- KMK
- Kultusministerkonferenz – Koordinierungsgremium der Bildungsminister der Länder für schulische Angelegenheiten.
Wie schlecht steht Deutschland im internationalen Bildungsvergleich?
Laut aktueller UNICEF-Studie erreicht Deutschland nur Platz 34 von 41 Ländern. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen schaffen die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik.
Wie groß ist der Lehrermangel in Deutschland?
Die KMK prognostiziert bis 2035 einen Mangel von 49.000 Lehrkräften, andere Schätzungen gehen sogar von bis zu 75.000 fehlenden Lehrern aus.























































