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AfD fragt nach Erfolg der Fachkräfte-Plattform Make it in Germany
Hintergrund
Die Bundesregierung betreibt seit 2012 die Internetseite Make it in Germany zur Fachkräftegewinnung aus dem Ausland. Die Plattform ist in vier Sprachen verfügbar und leitet Kontaktanfragen an die Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“ weiter, die gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit betrieben wird. Eine erste AfD-Anfrage dazu wurde im März 2026 beantwortet.
Die AfD-Fraktion hat am 12. Mai 2026 eine detaillierte Nachfrage zur staatlichen Fachkräfte-Plattform Make it in Germany gestellt (BT-Drs. 21/5903). Die Abgeordneten um Robert Teske fragen nach konkreten Zahlen zum Vermittlungserfolg und zu den Kosten der seit 2012 betriebenen Internetseite.
Dies ist bemerkenswert, da die Anfrage auf einer bereits im März 2026 beantworteten Kleinen Anfrage aufbaut. Damals hatte die Bundesregierung erklärt, Make it in Germany sei eine Informationsplattform und vermittle keine Berufsangebote direkt. Kontaktanfragen werden stattdessen an die Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“ weitergeleitet. Diese wird seit Dezember 2014 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam betrieben.
Sieben detaillierte Fragen zum Erfolg
Die AfD fragt konkret: Wie viele der über Make it in Germany gestellten Kontaktanfragen haben seit 2014 zu konkreten Arbeitsplätzen geführt? Wie haben sich die vermittelten Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt integriert? Die Fraktion fordert dabei maschinenlesbare Tabellen mit Aufschlüsselungen nach Jahren, Berufszweigen und Staatsangehörigkeiten.
Hintergrund ist offenbar das Interesse an der tatsächlichen Wirksamkeit der Plattform. Die AfD will wissen, wie viele der über die Plattform vermittelten Ausländer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, arbeitslos sind oder Sozialleistungen nach SGB II oder III beziehen. Diese Zahlen soll die Bundesregierung mit Stand zum 31. Dezember 2025 vorlegen.
Make it in Germany ist die offizielle deutsche Internetseite, um ausländische Fachkräfte über Jobmöglichkeiten in Deutschland zu informieren – verfügbar in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
Schließlich fragt die AfD nach den Kosten, die dem Bund durch den Betrieb der Hotline seit 2014 entstanden sind. Auch hier fordert sie eine detaillierte Kostenaufstellung nach Jahren. Die Bundesregierung muss diese Nachfrage in den kommenden Wochen beantworten. Dabei wird sie konkrete Zahlen zur staatlichen Fachkräftegewinnung vorlegen müssen.
Betroffen sind potenzielle ausländische Fachkräfte, die über die Plattform nach Deutschland kommen möchten, sowie deutsche Unternehmen, die Fachkräfte suchen. Indirekt betrifft es alle Steuerzahler, die die Kosten der Plattform und Beratungshotline tragen.
Die Bundesregierung muss die sieben Fragen binnen weniger Wochen beantworten. Die AfD fordert detaillierte maschinenlesbare Tabellen mit Aufschlüsselungen nach Jahren, Berufszweigen, Staatsangehörigkeiten und Integrationsverläufen. Eine erste Antwort war bereits im März 2026 erfolgt.
- Make it in Germany
- Staatliche Internetplattform zur Information ausländischer Fachkräfte über Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland, verfügbar in vier Sprachen.
- Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland
- Gemeinsame Beratungshotline von BAMF und Bundesagentur für Arbeit für ausländische Interessenten seit Dezember 2014.























































