- Sanierung der Eisenbahnbrücke Herford läuft seit November 2023
- Regelfahrplan für Hamm, Bielefeld und Herford weiterhin nicht wiederhergestellt
- 16 Gleise werden saniert, Fertigstellung laut DB für Juli 2027 geplant
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6833 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die DB Infra GO AG saniert die Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford, über die insgesamt 16 Gleise führen. Die Bauarbeiten begannen im November 2023 und sind auf einen Zeitraum von vier Jahren angelegt; das geplante Ende liegt nach Angaben der Deutschen Bahn im Juli 2027. Das Bauwerk liegt an einer wichtigen Fernverkehrsachse zwischen Hamm und Hannover. In einer früheren Antwort auf eine schriftliche Einzelfrage (BT-Drs. 21/3236, Frage 168) hatte die Bundesregierung bestätigt, dass die Baustelle für regelmäßige Zugausfälle an den Bahnhöfen Hamm, Bielefeld und Herford verantwortlich ist. Das Bundesministerium für Verkehr hatte für März 2026 die Rückkehr zum Regelfahrplan angekündigt — diese ist nach Angaben der Fragesteller bislang nicht eingetreten.
Im Detail
Die Sanierung der Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford zieht sich länger hin als ursprünglich geplant — mit spürbaren Folgen für den Schienenfernverkehr zwischen Hamm und Hannover. Mit der Kleinen Anfrage BT-Drs. 21/6833, eingereicht am 2. Juli 2026, verlangen 14 Abgeordnete der AfD-Fraktion Auskunft über Baufortschritt, Kosten und den Zeitplan für die Rückkehr zum Regelfahrplan.
Eisenbahnbrücke Herford: Großbaustelle mit 16 Gleisen
Die DB Infra GO AG erneuert die Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford, über die insgesamt 16 Gleise führen. Die Bauarbeiten begannen im November 2023; nach Angaben der Deutschen Bahn soll das Projekt im Juli 2027 abgeschlossen sein. Das entspricht einer Gesamtbauzeit von knapp vier Jahren. Die Brücke liegt an einer bedeutsamen Fernverkehrsachse, die Hamm, Bielefeld und Herford mit dem Großraum Hannover verbindet.
Was gilt aktuell?
Wegen der Baustelle fallen an den Bahnhöfen Hamm, Bielefeld und Herford regelmäßig Fernverkehrszüge aus. Das hatte die Bundesregierung bereits in ihrer Antwort auf eine frühere schriftliche Einzelfrage des Abgeordneten Maximilian Kneller bestätigt (BT-Drs. 21/3236, Frage 168). Das Bundesministerium für Verkehr hatte dabei für März 2026 die Rückkehr der DB Fernverkehr AG zum Regelfahrplan angekündigt. Diesen Termin hat die DB nach Darstellung der Fragesteller nicht eingehalten — der eingeschränkte Betrieb dauert an.
Sieben Fragen an die Bundesregierung
Die AfD-Fraktion stellt der Bundesregierung sieben konkrete Fragen: Sie will wissen, ob die Erneuerung der Gleise 4 bis 16 abgeschlossen ist und ob der Brückeneinschub für die Gleise 4 und 6 erfolgreich abgeschlossen wurde. Darüber hinaus fragt die Anfrage nach den ursprünglich veranschlagten Kosten der Sanierungsmaßnahme und ob diese noch im Rahmen liegen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Gründen, warum die DB Fernverkehr AG trotz anderslautender Ankündigung im Dezember 2025 nicht im März 2026 zum regulären Fahrtangebot zurückgekehrt ist. Schließlich erkundigt sich die Anfrage nach dem konkreten Zeitpunkt der Rückkehr zum Regelfahrplan sowie nach den Auswirkungen der Baustelle auf die Pünktlichkeit des Fernverkehrs zwischen Hamm und Hannover.
Verzögerungen bei Bahnprojekten als strukturelles Problem
Die Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford steht exemplarisch für ein breiteres Problem: Großbaustellen im deutschen Schienennetz führen immer wieder zu langanhaltenden Einschränkungen im Fernverkehr. Täglich sind tausende Pendler und Reisende betroffen, wenn Halte ausfallen oder Züge umgeleitet werden. Die Frage, ob Zeitpläne und Kostenrahmen eingehalten werden, ist daher nicht nur von regionalem, sondern auch von übergeordnetem verkehrspolitischem Interesse. Diskussionen über die Leistungsfähigkeit der Deutschen Bahn und ihren Investitionsbedarf prägen die politische Debatte seit Jahren — wie auch aktuelle Debatten über die Zukunft der deutschen Verkehrsinfrastruktur zeigen.
Die Anfrage knüpft an frühere parlamentarische Initiativen zum Thema Bahninfrastruktur und Bautransparenz an. Auch im Bereich digitaler Bauprozesse wird in Deutschland über Effizienzgewinne bei Infrastrukturprojekten diskutiert. Die Bundesregierung hat für die Beantwortung der Kleinen Anfrage eine gesetzliche Frist von 21 Tagen — die Antwort muss bis spätestens 23. Juli 2026 vorliegen.
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Betroffen sind Bahnreisende, die die Fernverkehrshalte in Hamm, Bielefeld und Herford nutzen, sowie Pendler auf der Strecke zwischen Hamm und Hannover. Durch den anhaltenden Ausfall regulärer Fernverkehrshalte sind täglich tausende Fahrgäste auf Umleitungen oder alternative Verbindungen angewiesen.
Die Kleine Anfrage (BT-Drs. 21/6833) ist am 2. Juli 2026 eingegangen. Die gesetzliche Antwortfrist beträgt 21 Tage; die Bundesregierung muss bis spätestens 23. Juli 2026 antworten. Nach Eingang der Antwort wird diese als eigene Drucksache veröffentlicht.
- DB Infra GO AG
- Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, die für den Betrieb und die Instandhaltung der Schieneninfrastruktur zuständig ist.
- Brückeneinschub
- Bauverfahren, bei dem ein vorgefertigtes Brückentragwerk seitlich oder längs in seine endgültige Position geschoben wird, ohne den Bahnbetrieb vollständig zu unterbrechen.
- Regelfahrplan
- Der fahrplanmäßige Normalbetrieb mit allen regulär vorgesehenen Zügen und Halten — im Gegensatz zu einem durch Baustellen eingeschränkten Notfahrplan.
Warum halten Fernzüge nicht mehr regulär in Herford?
Die Baustelle an der Eisenbahnbrücke Sophienstraße in Herford ist laut früherer Regierungsauskunft für den regelmäßigen Entfall von Zügen an den Bahnhöfen Hamm, Bielefeld und Herford verantwortlich.
Wann endet die Sanierung der Eisenbahnbrücke Sophienstraße?
Nach Angaben der Deutschen Bahn ist die Fertigstellung für Juli 2027 geplant. Die ursprünglich für März 2026 angekündigte Rückkehr zum Regelfahrplan ist bislang nicht erfolgt.
Was kostet die Sanierung der Brücke in Herford?
Die genauen Kosten sind Gegenstand der Kleinen Anfrage BT-Drs. 21/6833. Eine Antwort der Bundesregierung steht noch aus.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6833 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.


































































