Noch nicht beantwortet
- AfD fragt nach 344.000 Euro BMZ-Theaterprojekt in Simbabwe
- 18 Fragen zu Kosten, Wirkung und Rechtfertigung
- Sexualaufklärung durch Theater 2017-2020 durchgeführt
BMZ-Theater-Projekt: AfD hinterfragt 344.000 Euro für Simbabwe-Aufklärung
Hintergrund
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung förderte von 2017 bis 2020 ein ungewöhnliches Projekt: Theater als Methode zur Sexualaufklärung in Simbabwe. Die Evangelische Zentralstelle für globale Entwicklung erhielt dafür über 344.000 Euro. Das Projekt zielte auf Bewusstseins- und Verhaltensänderung bei Schülern im Bereich reproduktiver und sexueller Gesundheit ab.
Welchen unmittelbaren Beitrag leistet die Durchführung von Theaterstücken zur Erreichung der Kernziele der deutschen Entwicklungspolitik in Simbabwe, und wie begründet die Bundesregierung die Finanzierung solcher kulturellen Ansätze gegenüber direktinvestiven Maßnahmen im Gesundheitssystem?
— Frage 11, BT-Drs. 21/5994
Die AfD-Fraktion stellt mit ihrer Kleinen Anfrage vom 19. Mai 2026 (BT-Drs. 21/5994) umfassende Fragen zu einem Entwicklungshilfeprojekt. Von 2017 bis 2020 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Projekt gefördert. Der Titel: „Theater als Methode zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Hinblick auf die Förderung reproduktiver und sexueller Gesundheit bei SchülerInnen“. Die Fördersumme betrug 344.452,50 Euro.
Umgesetzt worden ist das Projekt in Simbabwe durch die Evangelische Zentralstelle für globale Entwicklung (EZE). Dies ist bemerkenswert, da die AfD mit ihren 18 detaillierten Fragen insbesondere die Verwendung der Steuergelder transparent machen will. Die Abgeordneten hinterfragen, warum gerade Theater als primäre Methode für Gesundheitsaufklärung gewählt wurde und wie kosteneffizient dies gegenüber direktinvestiven Maßnahmen im Gesundheitssystem ist.
Zentrale Fragestellungen
Die AfD-Abgeordneten um Rocco Kever und Matthias Rentzsch fragten nach einer detaillierten Aufschlüsselung der Gesamtkosten. Konkret geht es um Posten wie Stückentwicklung, Aufführungshonorare und Reisekosten. Hintergrund ist offenbar die Sorge um die weltanschauliche Neutralität der vermittelten Inhalte. Die Anfrage thematisiert daher auch den möglichen Einfluss der religiösen Leitbilder der EZE auf die entwickelten Theaterstücke.
Deutschland gab über 340.000 Euro für Theaterprojekte zur Sexualaufklärung in simbabwischen Schulen aus – die AfD will nun wissen, ob das sinnvoll war.
Dies reiht sich ein in die kontinuierliche Befragung der AfD zur Förderung von Nichtregierungsorganisationen durch die Bundesregierung. Zusätzlich sind auch die Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse und mögliche Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie 2020 Gegenstand der Anfrage.
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Betroffen sind deutsche Steuerzahler, deren Gelder für Entwicklungshilfe verwendet wurden, sowie simbabwische Schüler, die Zielgruppe der Theateraufführungen und Workshops zur Sexualaufklärung waren.
Die Bundesregierung muss die 18 Fragen der AfD bis zum 9. Juni 2026 beantworten. Die Antwort wird Details zu Kostenverteilung, Wirkungsmessung und Rechtfertigung des Projekts enthalten.
- IATI-Maßnahmen-ID
- Eindeutige Kennung für Entwicklungshilfeprojekte in der International Aid Transparency Initiative-Datenbank.
- EZE
- Evangelische Zentralstelle für globale Entwicklung, eine kirchliche Organisation für Entwicklungszusammenarbeit.
Was kostete das Theaterprojekt in Simbabwe?
Das BMZ-Projekt hatte ein Finanzierungsvolumen von 344.452,50 Euro und lief von 2017 bis 2020.
Wer führte das Projekt durch?
Die Evangelische Zentralstelle für globale Entwicklung (EZE) setzte das Projekt in simbabwischen Schulen um.























































