Beantwortet
Bundestag will Städtebauförderung auf 1 Milliarde Euro verdoppeln
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wollen die Städtebauförderung des Bundes deutlich ausbauen. Gefordert wird eine Verdopplung der Programmmittel gegenüber 2025. Dies geht aus ihrem Antrag vom 5. Mai 2026 (BT-Drs. 21/5750) hervor.
Aufstockung auf eine Milliarde Euro
Bereits 2026 stehen erstmals 1 Milliarde Euro Bundesmittel für die Städtebauförderung zur Verfügung – eine Steigerung von 790 Millionen Euro im Vorjahr. Eine weitere schrittweise Verdopplung ist im Koalitionsvertrag vorgesehen. Hintergrund ist die Bedeutung der Städtebauförderung als wichtigstes Instrument der Stadtentwicklung, das seit 55 Jahren erfolgreich läuft.
Die Städtebauförderung funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Bund, Länder und Kommunen teilen sich die Kosten für Projekte zur Verbesserung von Stadtvierteln, Innenstädten und öffentlichen Räumen.
Breite Wirkung in Kommunen
Die bisherige Bilanz ist bemerkenswert: Seit 1971 wurden über 12.500 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen gefördert. Der Bund hat hierfür bereits 23,9 Milliarden Euro bereitgestellt. Rund 9,1 Millionen Menschen leben in den geförderten Gebieten – etwa 11 Prozent der Bevölkerung. Dies ist besonders relevant, da Studien eine starke Hebelwirkung zeigen: Eine Million Euro Fördermittel führt zu Folgeinvestitionen von rund sieben Millionen Euro.
Unterstützung strukturschwacher Regionen
Knapp die Hälfte der Bundesmittel wird in ländlichen Räumen eingesetzt, betonen die Antragsteller. Besonders finanzschwache Kommunen sollten künftig stärker unterstützt werden. Der kommunale Eigenanteil bei Kommunen in Haushaltsnotlage soll weiter abgesenkt werden. Alternative Finanzierungsquellen wie Spenden oder Sponsoring müssen stärker ermöglicht werden.
Am 9. Mai 2026 findet unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ deutschlandweit der Tag der Städtebauförderung statt. 2025 beteiligten sich über 600 Kommunen.























































