Antwort der Bundesregierung …
Helenesee: Fünf Jahre gesperrt – Wann kommt die Sanierung voran?
Hintergrund
Der Helenesee bei Frankfurt (Oder) ist seit einer Böschungsrutschung im Jahr 2021 vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt. Der See entstand aus einem ehemaligen Tagebau und wird von der bundeseigenen Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) verwaltet. Die Sanierung verzögert sich erheblich, bereits die Ausschreibung der Planungsleistungen hat sich verzögert und eine verbindliche Gesamtfinanzierung liegt noch nicht vor.
Der Helenesee bei Frankfurt (Oder) bleibt ein Sorgenkind. Fünf Jahre nach der Sperrung wegen einer Böschungsrutschung ist eine Wiederöffnung weiterhin nicht absehbar, kritisiert die Linke-Fraktion im Bundestag. Mit einer umfangreichen Kleinen Anfrage (BT-Drs. 21/5402 vom 16. April 2026) fordert sie nun Klarheit über den Sanierungsstand, die Kostenentwicklung und den Zeitplan.
Seit 2021 ist der beliebte Badesee vollständig gesperrt. Grund war eine gefährliche Böschungsrutschung. Die Sanierung liegt in der Verantwortung der bundeseigenen Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), doch der Fortschritt ist ernüchternd: Bislang sind nur die ersten beiden Planungsphasen finanziert. Eine verbindliche Gesamtfinanzierung fehlt noch immer.
Der Helenesee entstand aus einem ehemaligen Braunkohle-Tagebau und wurde zu einem wichtigen Naherholungsgebiet für die Region Brandenburg.
Die 21 Abgeordneten der Linken um Christian Görke stellen der Bundesregierung 15 detaillierte Fragen. Sie wollen wissen, wann endlich konkrete Zeitpunkte für die verschiedenen Planungsphasen feststehen. Dies ist bemerkenswert, da ein möglicher Baubeginn weiterhin zwischen 2028 und 2030 genannt wird, ohne dass dafür eine belastbare Grundlage vorliegt. Besonders brisant: Auch für Ausschreibung der Bauleistungen und den Baubeginn gibt es keine verlässlichen Termine.
Ungeklärt bleibt auch die Kostenfrage. Die Linke fragt nach der bisherigen Finanzierung durch den Bund, den aktuell veranschlagten Gesamtkosten und möglichen Kostensteigerungen. Hintergrund ist, dass zusätzliche Gutachten und die allgemeine Preisentwicklung im Bauwesen die ursprünglichen Schätzungen deutlich übertreffen können.
Für die Region stellt die anhaltende Sperrung einen schweren Schlag dar. Der Helenesee hatte erhebliche Bedeutung für Tourismus, Wirtschaft und Lebensqualität. Deshalb fragt die Linke auch, ob zumindest standsichere Teilbereiche vor Abschluss der Gesamtmaßnahme wieder zugänglich gemacht werden können.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz. Die Fraktion fordert regelmäßige und transparente Information der betroffenen Region über Sanierungsstand, Kostenentwicklung und Zeitplan. Nach fünf Jahren Sperrung ist dies den Menschen in der Region geschuldet.
Betroffen sind Touristen, Anwohner und die lokale Wirtschaft in der Region Frankfurt (Oder). Der Helenesee war ein wichtiger Erholungsort und Wirtschaftsfaktor für Brandenburg. Auch Wassersportvereine und touristische Betriebe leiden unter der anhaltenden Sperrung.
Die Bundesregierung muss die 15 Fragen der Linken-Fraktion beantworten. Ein möglicher Baubeginn wird weiterhin zwischen 2028 und 2030 angegeben, ohne dass ein belastbarer Zeitplan vorliegt. Zunächst müssen weitere Gutachten erstellt und die Finanzierung der kommenden Planungsphasen geklärt werden.
- LMBV
- Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft ist eine bundeseigene Gesellschaft, die sich um die Sanierung ehemaliger Tagebaue kümmert.
- Böschungsrutschung
- Ein Erdrutsch an steilen Uferböschungen, der durch Instabilität des Bodens entsteht und Sicherheitsrisiken für Besucher schafft.
- Leistungsphasen
- Standardisierte Planungsphasen im Bauwesen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure).























































