- Angebotsmieten in Bayern steigen um 4,3% pro Jahr
- München teuerste Stadt mit 21,44 Euro pro Quadratmeter
- 903.000 Haushalte zahlen über 30% des Einkommens für Miete
Bayern: Mieten steigen um 4,3% pro Jahr – München bei 21 Euro
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6248 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die Anfrage der Linken-Fraktion erfolgte vor dem Hintergrund steigender Wohnkosten in Bayern. München gilt als teuerste Stadt Deutschlands, und auch andere bayerische Regionen verzeichnen hohe Mietkosten. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, Wohnen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich zu gestalten. Mit dem Bau-Turbo und der Verlängerung der Mietpreisbremse sollen Anreize für mehr Wohnungsbau geschaffen und Mietanstiege gedämpft werden.
- 21,44 Euro — München als teuerste Stadt Deutschlands pro Quadratmeter nettokalt
- 14,42 Euro — Durchschnittliche Angebotsmiete in Bayern 2025, Steigerung um 4,3% jährlich seit 2015
- 903.000 Haushalte — Ein Drittel aller Mieter zahlt über 30% des Einkommens für Wohnung
- 8,74 Euro — Bestandsmieten liegen deutlich unter Angebotsmieten (Zensus 2022)
- 140.102 Wohnungen — Bestand an Sozialwohnungen in Bayern 2025, leichter Anstieg
Im Detail
903 000 Mieterhaushalte (33 Prozent der Hauptmieterhaushalte) in Bayern hatten im Jahr 2022 eine monatliche Mietbelastungsquote von mindestens 30 Prozent.
— Bundesregierung BT-Drs. 21/6248
Die Wohnkosten in Bayern steigen kontinuierlich an. München führt mit 21,44 Euro pro Quadratmeter die Liste der teuersten Städte Deutschlands an, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht (BT-Drs. 21/6248 vom 1. Juni 2026). Regionale Unterschiede prägen dabei das Bild erheblich.
Landesweit beträgt die durchschnittliche Angebotsmiete 14,42 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten sind seit 2015 um durchschnittlich 4,3 Prozent pro Jahr gestiegen. Auch das Münchener Umland weist hohe Mieten auf: Der Landkreis München erreicht 19,11 Euro, Starnberg 17,53 Euro und Fürstenfeldbruck 16,83 Euro pro Quadratmeter.
Was gilt aktuell?
Die aktuellen Zahlen basieren auf Internet-Angebotsmieten für unmöblierte Wohnungen zwischen 30 und 130 Quadratmetern. Diese Mieten treffen Wohnungssuchende bei der Suche nach neuen Wohnungen. Deutlich niedriger liegen die tatsächlichen Bestandsmieten: Laut Zensus 2022 betrugen sie bayernweit 8,74 Euro pro Quadratmeter – ein Unterschied von fast 50 Prozent.
Bei der Mietbelastung der Haushalte zeigt sich: 903.000 Mieterhaushalte (33 Prozent) zahlen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete, während bei 448.000 Haushalten (16 Prozent) die Belastung über 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens liegt.
Regionale Unterschiede prägen den Markt
Groß sind die Unterschiede zwischen den bayerischen Regionen: Während in München über 21 Euro fällig werden, kosten Wohnungen in Hof lediglich 7,48 Euro pro Quadratmeter. Die stärksten Mietanstiege hat 2024 bis 2025 der Landkreis Bamberg mit 25,2 Prozent verzeichnet. Das Unterallgäu folgt mit 10,4 Prozent.
Parallel dazu entwickeln sich die Baulandpreise: In München hat Bauland 2023 durchschnittlich 2.500 Euro pro Quadratmeter gekostet, in ländlichen Gebieten teilweise unter 100 Euro. Diese Spreizung verstärkt die regionalen Mietunterschiede zusätzlich.
Der Bestand an Sozialwohnungen stagniert weitgehend: Nach jahrelangem Rückgang ist die Zahl 2025 auf 140.102 Wohnungen gestiegen – ein Zuwachs von 5.603 Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Die Finanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau hat die Bundesregierung auf bis zu 5,5 Milliarden Euro pro Jahr bis 2029 aufgestockt.
Methodische Aspekte zeigen die Daten ebenfalls auf: Angebotsmieten im Internet sind nicht repräsentativ, da günstige Wohnungen oft über Wartelisten oder direkte Ansprache vermietet werden. Unternehmen des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vermieten im Schnitt 25 Prozent günstiger als die Internet-Durchschnittswerte.
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Betroffen sind alle Mieter in Bayern, besonders in München und dem Umland. 903.000 Haushalte zahlen bereits über 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Wohnungssuchende treffen auf immer teurere Angebotsmieten im Internet.
Die Bundesregierung hat alle Fragen umfassend mit detaillierten Tabellen und Statistiken beantwortet. Keine Ausweichtendenzen erkennbar.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 01.06.2026) Die Linke fragt nach Bayerns explodierenden Wohnkosten →
- Angebotsmiete
- Miete bei Neuvermietung einer Wohnung, meist höher als Bestandsmieten.
- Mietpreisbremse
- Regelung zur Begrenzung von Mieterhöhungen bei Wiedervermietung in angespannten Wohnungsmärkten.
Warum sind Angebotsmieten höher als Bestandsmieten?
Angebotsmieten spiegeln aktuelle Marktsituation bei Neuvermietungen wider, während Bestandsmieten durch Mietrecht und bestehende Verträge geschützt sind.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6248 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
























































