Bundestag: 30 neue Drucksachen am 10. Juni 2026
Der heutige Tag im Bundestag war geprägt von Finanzfragen und gesellschaftspolitischen Debatten. Die AfD dominierte mit 18 Drucksachen die Tagesordnung, während Die Linke sechs und die Grünen insgesamt sechs Beiträge einreichten. Thematisch standen Infrastrukturkosten, Migrationspolitik und Sozialleistungen im Mittelpunkt.
AfD: Kritik an Regierungspolitik in allen Bereichen
Die AfD-Fraktion konzentrierte sich auf kostenintensive Regierungsprojekte und stellte die Finanzierung staatlicher Vorhaben in Frage. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die 777 Millionen Euro für den neuen Kanzleramt-Bau und die 115 Millionen Euro Bundesmittel für Gewerkschaften seit 2010. Bei der Arbeitsmarktpolitik thematisierte die Fraktion, dass von 5,9 Millionen ausländischen Beschäftigten 37 Prozent nur als Helfer arbeiten.
Infrastrukturpolitisch hinterfragte die AfD das Brücken-Sanierungsprogramma, das allein in Baden-Württemberg 203 Millionen Euro jährlich bis 2032 kosten soll. Gleichzeitig forderte sie in mehreren Anträgen strukturelle Reformen: die Anerkennung von 2,5 Millionen DDR-Soldaten als Veteranen, bessere Studienquoten für Spitzensportler und die komplette Abschaffung der CO₂-Bepreisung für Gebrauchtwagen.
Die Linke: Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz
Die Linke fokussierte sich auf soziale Härten und warnte vor den Kosten der Energiepolitik. Besonders brisant: 7.691 junge Männer stellten 2025 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung, von denen 2.075 anerkannt wurden. Bei der Wohnungspolitik kritisierte die Fraktion steigende Mieten, mit München als teuerster Stadt bei 21,44 Euro pro Quadratmeter.
Reformforderungen stellte Die Linke bei der Strompolitik, wo sie vor teuren Gaskraftwerken warnte, und beim BAföG, das als rückzahlungsfreier Vollzuschuss gewährt werden soll. Zusätzlich forderte sie schärfere Strafen für Umweltzerstörung mit Geldbußen bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes.
Grüne: Sozialpolitik und Menschenrechte
Die Grünen-Fraktion machte strukturelle Probleme bei Sozialleistungen zum Thema. Kritisch bewerteten sie die Streichung der 23 Millionen Euro Förderung für Asylberatung ab 2027, obwohl 67.687 Asylsuchende 2025 unabhängige Beratung erhielten. Bei der Kinderbetreuung forderten sie jährlich eine Milliarde Euro mehr für Kita-Qualität.
Außenpolitisch thematisierten die Grünen, dass 2026 keine bilateralen Menschenrechtsdialoge geplant sind, während sie gleichzeitig eine Verdreifachung der humanitären Hilfe auf drei Milliarden Euro fordern. Problematisch sehen sie auch die Passfoto-Revolution, die Personalausweise um 15 Euro verteuert und Fotostudios bedroht.
Parlamentarischer Ausblick
Die heute eingereichten Drucksachen zeigen die Bandbreite aktueller politischer Herausforderungen. Besonders die Finanzierungsfragen bei Infrastruktur und Sozialleistungen werden die Haushaltsberatungen prägen. Die Anträge zu Kriegsdienstverweigerung und NVA-Veteranen könnten verfassungsrechtliche Debatten auslösen, während die Energie- und Klimapolitik weiterhin polarisiert.
- Polizei-Aufrüstung: Warum Waffen wie FN SCAR-SC Standard werden
Drs. 21/6253 · Vorgang VO334894 - 203 Millionen jährlich: Baden-Württembergs Brücken-Drama
Drs. 21/6252 · Vorgang VO334393 - Kriegsdienst-Angst: Fast 8.000 junge Männer verweigern
Drs. 21/6251 · Vorgang VO334920 - Deutschland kappt Dialog-Brücke nach Russland dauerhaft
Drs. 21/6250 · Vorgang VO334387 - 777 Millionen Euro: So teuer wird der neue Kanzleramt-Bau
Drs. 21/6249 · Vorgang VO334394 - 21 Euro pro Quadratmeter: München ist teuerste Stadt Deutschlands
Drs. 21/6248 · Vorgang VO334942 - 5,9 Millionen Ausländer arbeiten, aber 37% nur als Helfer
Drs. 21/6247 · Vorgang VO334385 - Zucker, Salz & Fett: Warum die Reduktion nicht vorankommt
Drs. 21/6239 · Vorgang VO334939 - Bäckerhandwerk: Regierung lässt Reform nach 6 Monaten warten
Drs. 21/6246 · Vorgang VO334918 - 115 Millionen: So viel kassieren Gewerkschaften vom Bund
Drs. 21/6243 · Vorgang VO334413 - Passfoto-Revolution: 15 Euro teurer, Fotostudios vor dem Aus
Drs. 21/6241 · Vorgang VO335085 - 350 Millionen weniger: Luftverkehrsteuer wird gesenkt
Drs. 21/6240 · Vorgang VO334946 - 500 Millionen: So scheiterte der große Wärmeplan-Traum
Drs. 21/6237 · Vorgang VO333772 - 90 Milliarden für die Ukraine: So funktioniert das EU-Kreditpaket
Drs. 21/6236 · Vorgang VO334914 - 23 Millionen Euro: Innenministerium kürzt Asylberatung komplett
Drs. 21/6231 · Vorgang VO334329 - Keine Menschenrechtsdialoge 2026: Was verschweigt die Regierung?
Drs. 21/6235 · Vorgang VO334694 - 290 Euro Kosten pro Monat: Wie Angehörigenpflege zur Armutsfalle wird
Drs. 21/6361 · Vorgang VO335843 - 2,5 Millionen DDR-Soldaten: AfD fordert Veteranenstatus für NVA
Drs. 21/6357 - Duale Karriere: AfD will Spitzensportler bei Studienwahl stärken
Drs. 21/6358 - 110 Gigawatt bis 2031: Warum Gaskraftwerke Speicher verdrängen
Drs. 21/6360 - Landkliniken in Gefahr: AfD fordert Ausnahmen bei Mindestfallzahlen
Drs. 21/6355 - 1 Milliarde Euro weg: Grüne kämpfen um Wohngeld-Rettung
Drs. 21/6339 · Vorgang VO335835 - Ökozid-Reform: 15% Jahresumsatz als Strafe für Umweltsünder
Drs. 21/6362 - BAföG ohne Schulden: Wie die Linke Studenten retten will
Drs. 21/6359 - Kernkraft für KI: AfD plant deutschen Technologie-Aufbruch
Drs. 21/6354 - Entlassungsantrag: AfD will Arbeitsministerin Bas stürzen
Drs. 21/6352 - 15,2% Kinderarmut: Grüne starten Bildungsoffensive gegen soziale Ungleichheit
Drs. 21/6336 · Vorgang VO335832 - Moped-Streit: Warum dürfen nur manche Simsons 60 km/h fahren?
Drs. 21/6351 - 6,5 Millionen Gebrauchtwagen: AfD kämpft gegen Verbrenner-Aus
Drs. 21/6349 - 3 Milliarden Euro: Grüne wollen Weltkrisen-Hilfe verdreifachen
Drs. 21/6338

























































