- Michael ist häufigster Vorname unter 15.170 Bürgergeld-Empfängern
- SGB-II-Quote variiert von 4,1 % in Bayern bis 13,9 % in Berlin
- Vornamen-Fragen zu arabischen Namen blieben ohne Datenantwort
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/7146 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Die SGB-II-Quote gibt an, wie viele Personen im erwerbsfähigen Alter Bürgergeld beziehen. Im Februar 2026 lag diese Quote bundesweit bei 7,9 Prozent. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit betrug die Quote für deutsche Staatsangehörige 5,3 Prozent, für ausländische Staatsangehörige 19,2 Prozent. Die Anfrage BT-Drs. 21/6765 wurde von der AfD-Fraktion eingebracht; die Bundesregierung hat mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 13. Juli 2026 geantwortet.
- 7,9 % — Bundesweite SGB-II-Quote im Februar 2026 (alle Staatsangehörigkeiten).
- 15.170 Personen — Vorname Michael: häufigster Vorname unter Bürgergeld-Empfängern zum 8. Juli 2026.
- 52,3 % — SGB-II-Quote für ukrainische Staatsangehörige im Februar 2026; für Personen aus den Top-8-Asylherkunftsländern lag sie bei 39,9 %.
- 29,6 % — Höchste Quote für ausländische Staatsangehörige auf Bundeslandebene: Bremen im März 2026.
- 0,9 % — Niedrigste SGB-II-Quote für Deutsche auf Kreisebene: Landkreis Eichstätt im März 2026.
Im Detail
Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
— Antwort der Bundesregierung auf Fragen 2–27, BT-Drs. 21/7146
Knapp 7,9 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bezogen im Februar 2026 Bürgergeld — und die Unterschiede zwischen den Regionen sind erheblich. Während Bayern mit einer Gesamtquote von 4,1 Prozent bundesweit am niedrigsten liegt, erreicht Berlin 13,9 Prozent. Diese Daten bilden den Hintergrund der BT-Drs. 21/7146, mit der das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 13. Juli 2026 auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (BT-Drs. 21/6765) geantwortet hat.
Bürgergeld-Quoten im Ländervergleich
Für deutsche Staatsangehörige lagen die SGB-II-Quoten im März 2026 am höchsten in Bremen (11,0 Prozent), Berlin (10,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (7,7 Prozent). Die niedrigsten Werte verzeichneten Bayern (2,4 Prozent), Baden-Württemberg (3,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (4,3 Prozent). Bei ausländischen Staatsangehörigen führte ebenfalls Bremen mit 29,6 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt (26,3 Prozent) sowie Sachsen, dem Saarland und Hamburg (jeweils 25,7 Prozent). Die niedrigste Quote für Ausländer wies Bayern aus (10,9 Prozent).
Was gilt aktuell bei den Bürgergeld-Quoten?
Die bundesweite SGB-II-Quote lag im Februar 2026 bei 7,9 Prozent. Deutsche Staatsangehörige kamen auf 5,3 Prozent, Ausländer auf 19,2 Prozent — also knapp das Vierfache. Laut den der Kleinen Anfrage vorangestellten Angaben der Fragesteller — die als Parteiposition zu werten sind, nicht als neutrale Sachaussage — lagen die Quoten für Ukrainer bei 52,3 Prozent und für Personen aus den Top-8-Asylherkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Eritrea, Nigeria, Somalia) zusammengenommen bei 39,9 Prozent.
Vorname Michael führt Bürgergeld-Statistik an
Zu den häufigsten Vornamen unter Bürgergeld-Empfängern liefert die Drucksache konkrete Zahlen. Zum Stichtag 8. Juli 2026 — der ursprünglich gefragte Stichtag 31. Dezember 2025 war laut Bundesregierung nicht auswertbar — führt Michael die Liste mit 15.170 Personen an. Es folgen Daniel (12.790), Andreas (12.740), Thomas (12.360) und Olena (12.110). Unter den Top 50 finden sich zahlreiche Namen, die auf ukrainische Herkunft hindeuten: Tetiana (Rang 13, 9.880), Iryna (14, 8.950), Nataliia (16, 8.620), Anastasiia (21, 7.340), Svitlana (24, 7.210), Yuliia (26, 7.090) und Viktoriia (27, 7.050). Arabisch klingende Namen wie Mohammad (Rang 11, 10.500), Mohamad (20, 7.450), Ibrahim (46, 6.040) und Mustafa (49, 5.920) sind ebenfalls vertreten. Die Daten stammen ausschließlich aus Jobcentern in gemeinsamer Einrichtung (gE); Daten aller Jobcenter lagen der Bundesregierung nicht vollständig vor.
Viele Vornamen-Fragen blieben unbeantwortet
Für die Fragen 2 bis 27 — darunter detaillierte Abfragen zu Schreibvarianten arabischer, türkischer, slawischer und deutsch-christlicher Vornamen jeweils aufgeschlüsselt nach Nationalität (Deutsche/Ausländer) — erklärte die Bundesregierung knapp: „Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.“ Eine Auswertung nach Nationalität auf Vornamensebene ist nach Angaben der Regierung nicht möglich. Auch Kreisdaten zu Bürgergeld-Quoten für Personen aus der Ukraine oder den Top-8-Asylherkunftsländern (Fragen 36–39) blieben ohne inhaltliche Antwort, da diese Daten laut Bundesregierung nicht auf Kreisebene auswertbar sind.
Regionale Extremwerte auf Kreisebene
Für die Bürgergeld-Quote unter Deutschen liefert die Drucksache Kreisdaten (Stand März 2026). Die höchsten Quoten verzeichnen Bremerhaven (15,7 Prozent) und Gelsenkirchen (15,6 Prozent), die niedrigsten der Landkreis Eichstätt (0,9 Prozent) und Ansbach (1,0 Prozent) — beides Bayern. Bei Ausländern führt das Altenburger Land mit 48,3 Prozent die Rangliste an, gefolgt von Schwerin (46,1 Prozent). Die niedrigsten Ausländer-Quoten auf Kreisebene zeigen Unterallgäu (6,9 Prozent) und Ansbach (7,0 Prozent). Die Daten beruhen auf Angaben der Statistik der Bundesagentur für Arbeit mit Datenstand Juni 2026. Eine ähnliche Datensystematik nach Nationalitäten wird auch in anderen Anfragen zu Migrationsfragen herangezogen. Weitere Hintergründe zu Sozialleistungsdaten im Parlamentsbetrieb zeigen, wie komplex die Datenverfügbarkeit in Bundesbehörden ist.
Weiterlesen:
- Grenzurückweisungen 2026: 24 Fragen zur Rechtmäßigkeit der Asylpolitik
- Kinder- und Jugendhilfe-Reform: 32 Fragen zu Kosten und Daten
Betroffen sind alle rund 5,7 Millionen Bürgergeld-Berechtigten in Deutschland sowie Steuerzahler, die das System finanzieren. Besonders relevant sind die Daten für Städte mit hohen Quoten wie Bremerhaven (15,7 % für Deutsche) oder Gelsenkirchen, sowie Kommunen mit niedrigen Quoten wie bayerische Landkreise (Eichstätt: 0,9 %).
Die Bundesregierung beantwortet die Fragen 2 bis 27 — alle detaillierten Vornamen-Anfragen mit Nationalitätsdifferenzierung — pauschal mit dem Hinweis, dass keine entsprechenden Kenntnisse vorliegen. Die Fragen 36 bis 39 zu Kreisdaten für Asylherkunftsländer und Ukraine wurden ebenfalls nicht beantwortet, da eine Auswertung auf Kreisebene laut Regierung nicht möglich ist.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. Bürgergeld-Quoten 2025: AfD fragt nach Vornamen und SGB-II-Daten →
- SGB-II-Quote
- Der prozentuale Anteil der Leistungsberechtigten nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Bürgergeld) an der Bevölkerung unter der Altersgrenze gemäß § 7a SGB II.
- Jobcenter in gemeinsamer Einrichtung (gE)
- Jobcenter, die gemeinsam von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen betrieben werden — im Gegensatz zu zugelassenen kommunalen Trägern.
- Top-8-Asylherkunftsländer
- Die acht Länder mit den meisten Asylantragstellern: Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Eritrea, Nigeria und Somalia.
Welcher Vorname kommt unter Bürgergeld-Empfängern am häufigsten vor?
Zum Stichtag 8. Juli 2026 führt Michael die Liste mit 15.170 Leistungsberechtigten an, gefolgt von Daniel (12.790) und Andreas (12.740).
Wo ist die Bürgergeld-Quote für Deutsche am höchsten?
Im März 2026 lag die SGB-II-Quote für Deutsche am höchsten in Bremen (11,0 %), Berlin (10,9 %) und Sachsen-Anhalt (7,7 %).
Warum hat die Regierung viele Fragen nicht beantwortet?
Für die Fragen zu Vornamen nach Nationalität (Fragen 2–27) erklärte die Bundesregierung, dass keine entsprechenden Daten vorlägen. Kreisebenen-Daten für bestimmte Nationalitätengruppen seien technisch nicht auswertbar.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/7146 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.

































































