Die Energiewende dominiert aktuell die parlamentarischen Beratungen im Deutschen Bundestag. Eine Vielzahl von Drucksachen zeigt die unterschiedlichen politischen Positionen zu Gaskraftwerken, Wärmeplänen und der Heizungsgesetzgebung auf.
Gaskraftwerke im Fokus der Debatte
Ein zentrales Streitthema ist der Ausbau von Gaskraftwerken. Die Bundesregierung plant den Aufbau von 110 Gigawatt bis 2031: Warum Gaskraftwerke Speicher verdrängen – eine Kapazität, die nach Ansicht von Kritikern Energiespeicher verdrängen könnte. Die Grünen haben dazu einen eigenen Vorschlag vorgelegt, wonach Gaskraftwerke: Grüne wollen Wasserstoff-Umstieg ab 2034 erfolgen soll.
Zur Finanzierung dieser Kraftwerkskapazitäten bringt die Bundesregierung einen Gesetzentwurf ein, der 1-3 Milliarden Euro: Deutschland führt Kapazitätsmarkt einführen soll. Dieser Gesetzentwurf vom 12. Juni 2026 ist noch nicht beantwortet und befindet sich im parlamentarischen Verfahren.
Heizungsgesetz unter Beschuss
Die CDU/CSU-Fraktion hat am 12. Juni 2026 einen Gesetzentwurf eingereicht, der das umstrittene Heizungsgesetz grundlegend ändern soll. Der Antrag trägt den Titel „Heizungszwang beendet: Bundesregierung stellt auf Wahlfreiheit um“ und ist noch nicht beantwortet. Die Unionsfraktion fordert damit eine Abkehr von den geplanten Vorgaben für klimafreundliche Heizungen.
Kritik an der Wärmeplanung
Die AfD-Fraktion hat bereits eine Antwort auf ihre Anfrage bezüglich der kommunalen Wärmeplanung erhalten. In der am 1. Juni 2026 beantworteten Anfrage 500 Millionen: So scheiterte der große Wärmeplan-Traum kritisiert die Fraktion die hohen Kosten und das ihrer Ansicht nach gescheiterte Konzept der staatlichen Wärmeplanung.
Offshore-Windenergie und Netzausbau
Bei der Offshore-Windenergie entstehen erhebliche Kosten für die Allgemeinheit. Die Grünen-Fraktion hat dazu eine Anfrage gestellt, die am 28. Mai 2026 beantwortet wurde: Windpark-Rettung auf hoher See: Wer zahlt die Millionen? Die Antwort zeigt die finanziellen Risiken für Steuerzahler bei Offshore-Projekten auf.
Parallel dazu hat die Bundesregierung am 29. Mai 2026 einen Gesetzentwurf zum Stromnetzausbau eingebracht. Das „Milliarden-Investment: Bundesregierung macht Stromnetz fit für Energiewende“ genannte Gesetz ist noch nicht beantwortet und soll die Netzinfrastruktur für die wachsenden Kapazitäten erneuerbarer Energien ausbauen.
Kernkraft weiterhin Thema
Trotz des Atomausstiegs beschäftigt sich die AfD weiterhin mit der Kernenergie. Ihre Anfrage „Kernkraft ohne Strom: Was das Atomgesetz wirklich erlaubt“ wurde am 18. Mai 2026 von der Bundesregierung beantwortet und zeigt die rechtlichen Möglichkeiten eines eventuellen Wiedereinstiegs auf.
Aktueller Stand der Verfahren
Von den acht betrachteten Drucksachen sind drei Anfragen bereits beantwortet, zwei Anträge überwiesen und drei Gesetzentwürfe noch nicht beantwortet. Die Mehrheit der Initiativen zeigt eine kritische Haltung zur aktuellen Energiepolitik der Bundesregierung. Beschlossen wurde bislang keiner der genannten Anträge oder Gesetzentwürfe – sie befinden sich noch im parlamentarischen Verfahren.







































































