- 10.000 Akku-Brände jährlich in deutscher Abfallwirtschaft
- Bis zu 1 Milliarde Euro Schäden durch falsche Entsorgung
- 80 Prozent der Brände in Sortieranlagen durch Lithium-Batterien
Akku-Brände: 10.000 Fälle jährlich kosten Milliarden
Hintergrund iDieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6264 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
Das Problem entsteht durch die stark gestiegene Verbreitung von Einweg-E-Zigaretten und anderen Elektrogeräten mit integrierten Lithium-Akkus. Diese werden oft fälschlicherweise über den Hausmüll entsorgt, obwohl sie in spezielle Sammelstellen gehören. Beim Transport oder bei mechanischen Sortierprozessen werden die Akkus beschädigt und können sich entzünden.
- Über 10.000 Brände jährlich — in deutschen Abfall- und Sortieranlagen durch falsch entsorgte Batterien
- 80 Prozent der Brände — werden durch Lithium-Ionen-Batterien in Sortieranlagen verursacht
- Bis zu 30 Brandereignisse täglich — in Müllfahrzeugen, Recyclinghöfen oder Abfallbehandlungsanlagen
- Bis zu 1 Milliarde Euro — betragen die geschätzten jährlichen wirtschaftlichen Schäden
- Ab Februar 2027 — müssen Batterien in Elektrogeräten von Endnutzern selbst entnehmbar sein
Im Detail
Branchenvertreter berichten zudem von bis zu 30 Brandereignissen täglich in Müllfahrzeugen, Recyclinghöfen oder Abfallbehandlungsanlagen. Die wirtschaftlichen Schäden werden auf bis zu 1 Mrd. Euro jährlich geschätzt.
— Vorbemerkung BT-Drs. 21/5992
Falsch entsorgte Lithium-Akkus verursachen in Deutschland zahlreiche Brände in der Abfallwirtschaft. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungsbranche entstehen jährlich über 10.000 Brände in Abfall- und Sortieranlagen. 80 Prozent gehen auf Lithium-Ionen-Batterien zurück. Die wirtschaftlichen Schäden werden auf bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr geschätzt.
Einweg-E-Zigaretten werden nach dem Gebrauch häufig über den Hausmüll entsorgt. Auch Powerbanks landen oft im falschen Abfallstrom. Kabellose Kopfhörer ebenso. Spielzeuge mit integrierten Akkus bereiten ähnliche Probleme. Beim Transport in Müllfahrzeugen oder bei mechanischen Sortierprozessen werden die Batterien beschädigt und können sich entzünden.
Was gilt aktuell?
Lithium-Akkus und batteriebetriebene Geräte gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen an speziellen Sammelstellen abgegeben werden. Einzelhändler sind verpflichtet, alte Batterien kostenlos zurückzunehmen. Viele Verbraucher kennen diese Pflicht nicht. Oder sie beachten sie nicht.
Die Bundesregierung hat bereits reagiert: Zum 1. Januar 2026 tritt eine Novelle des Elektro- und Elektronikaltgerätegesetzes in Kraft. Diese soll Brandrisiken bei der Sammlung reduzieren und die Sammlung an kommunalen Wertstoffhöfen optimieren, berichtet die Regierung. Die Entsorgungswirtschaft begrüßt diese Maßnahme.
Neue EU-Regeln ab 2027
Ab Februar 2027 schreibt die EU-Batterieverordnung vor, dass Elektrogeräte mit Gerätebatterien so konstruiert sein müssen, dass Endnutzer die Batterien leicht selbst entnehmen und austauschen können. Dies soll zu einer besseren getrennten Erfassung von Batterien führen. Brandrisiken werden reduziert.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß: Branchenvertreter berichten von bis zu 30 Brandereignissen täglich in Müllfahrzeugen, Recyclinghöfen oder Abfallbehandlungsanlagen. Da die Sammlung und Behandlung von Siedlungsabfällen überwiegend von kommunalen Entsorgungsbetrieben organisiert wird, belasten solche Schäden unmittelbar die kommunalen Haushalte.
Das Bundesumweltministerium hat im Dezember 2025 einen ‚Runden Tisch Maßnahmen gegen Brandereignisse in Abfallentsorgungsanlagen‘ initiiert. Daran beteiligen sich Vertreter aus Industrie, Handel, Recyclingwirtschaft, Versicherungswesen und Politik. Eine gemeinsame Abschlusserklärung mit weiteren Maßnahmen wird für Beginn des 3. Quartals 2026 angestrebt.
Parallel läuft eine Branchenstudie der Verbände BDE, bvse, ASA, VKU, VDM und BDSV, die eine Datengrundlage zu häufigen Brandherden, der Anzahl der Fehlwürfe und den Kosten liefern soll. Die Erhebung soll im 3. Quartal 2026 abgeschlossen werden. Zusätzlich werden im Rahmen eines aktuellen Forschungsvorhabens Daten zu Fehlwürfen von Elektrokleingeräten wie Einweg-E-Zigaretten im Restabfall ermittelt.
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Betroffen sind kommunale Entsorgungsbetriebe, deren Fahrzeuge und Anlagen durch Brände beschädigt werden. Die Kosten tragen letztendlich die Kommunen und damit die Steuerzahler. Gefährdet sind auch Beschäftigte der Entsorgungswirtschaft und Einsatzkräfte der Feuerwehren.
Die Bundesregierung beantwortet alle Fragen vollständig und gibt zu, dass konkrete Daten fehlen. Sie verweist auf laufende Studien und bereits eingeleitete Maßnahmen.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Anfrage wurde mittlerweile beantwortet. (Stand: 02.06.2026) AfD alarmiert: Lithium-Akkus lösen 10.000 Brände jährlich aus →
- Lithium-Ionen-Akku
- Wiederaufladbarer Batterietyp in Handys, E-Zigaretten und anderen Elektrogeräten. Bei Beschädigung können sie sich entzünden oder explodieren.
- EU-Batterieverordnung
- EU-Regelwerk von 2023, das ab Februar 2027 vorschreibt, dass Batterien in Elektrogeräten von Nutzern selbst entnehmbar sein müssen.
Wie viele Brände entstehen durch falsch entsorgte Akkus?
Laut Bundesverband der Entsorgungswirtschaft über 10.000 Brände jährlich in deutschen Abfall- und Sortieranlagen, davon 80 Prozent durch Lithium-Batterien verursacht.
Welche Produkte sind besonders problematisch?
Vor allem Einweg-E-Zigaretten, Powerbanks, kabellose Kopfhörer und Spielzeuge mit integrierten Akkus, die über den Hausmüll entsorgt werden.
Dieser Beitrag bezieht sich auf BT-Drs. 21/6264 und gibt den Inhalt der Drucksache zusammenfassend wieder. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim jeweiligen Verfasser der Drucksache. Der Beitrag spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des Seitenbetreibers wider.
































































